Mittwoch, Januar 13

Tierhasser in Guntersblum stellt Tierfallen auf – Katze erstes Opfer

Unbekannter stellt vermutlich Tierfallen in Guntersblum auf.  (Bild: Wikipedia)
Tellereisen (Bild: Wikipedia)

Wie schon vor kaum 14 Tagen im Fall des Pferdeschänders  meldet die gleiche Facebook-Seite einen neuen Fall von grausamer Tierquälerei. In Guntersblum und Umgebung habe ein Unbekannte laut der Seite Tierfallen aufgestellt. Und zwar in Feldern und vermutlich auch in Gärten. Zudem soll das zum wiederholten Male passiert sein. Nach Vermutung der Facebook-Seite müssten die Fallen zwischen dem 18. und 19. April aufgestellt worden sein. Wir-in-Rheinhessen fragt bei der Polizei Oppenheim nach, ob es dort einen aktuellen Sachstand gibt.

Katze erstes Opfer der Tierfalle

Die Seite berichtet wörtlich: „Die Katze einer Freundin ist zum ZWEITEN mal Opfer einer solchen Falle geworden!! (letztes mal vor circa 2Jahren in Weinolsheim). Beim ersten mal musste ein Bein amputiert werden und vor zwei Tagen hat es das zweite Bein erwischt und die Verletzungen waren so stark,das diese Katze jetzt leider eingeschläfert werden musste 🙁 !! Laut Tierarzt muss es sich um Tierkrallenfallen handeln!!! Da die Katze ja vor dem Vorfall nur drei Pfoten/Beine hatte,kann sie nicht so weit von dem Guntersblumer Neubaugebiet entfernt gewesen sein!!! (Die Katze hatte sich bei den zwei Anschlägen immer wieder nach Hause geschleppt zu Frauchen ,doch dieses mal war leider nichts mehr zu machen).“

Tierfallen vermutlich illegal

Der unbekannte Fallensteller dürfte mit seiner Handlung mindestens gegen das Jagdrecht, wenn nicht sogar gegen weitere Rechte verstoßen. Stellt er die Fallen so auf, dass auch Menschen – beispielsweise spielende Kinder – gefährdet werden, ist hier ganz schnell die gefährliche Körperverletzung als Tatbestand erfüllt. Stellt er die Fallen in öffentlichem Gelände auf, könnte eventuell Landfriedesbruch vorlgiegen. Stellt er die Fallen auf fremden Privatgrundstücken auf, dürfte es sich um Hausfriedensbruch handeln.

Totfallen verstümmeln Tiere oft

Dazu befugte Personen – beispielsweise Jäger – dürfen unter bestimmten streng regulierten Vorgaben so genannte Totfallen aufstellen. Diese Fallen sollen angeblich sicherstellen, dass das Tier sofort getötet wird. Doch viele so genannte Schlagfallen töten das Tier nicht sondern verstümmeln die Gliedmaßen, wenn sie in die Falle treten. Das abgebildete „Tellereisen“ ist eine typische Falle, die darauf ausgelegt ist, das die Beine eines Tieres festzuhalten. Das genagnene Tier erleidet schlimmste Qualen und stirbt langsam, wenn die Falle nicht kontrolliert und das Tier „erlöst“ wird. Ist die Falle mit Futter bestückt und will beispielsweise ein Hund das Futter aufnehmen, kommt es meist zu massiven Verletzungen der Schnauze oder des Kopfes.

Frühjahr ist auch Saison der Eierdiebe

Jetzt im Frühjahr hat oft auch eine andere Art von Tierfrevlern Saison. Die Rede ist von Eierdieben. Diese Personen haben es meist auf die Eier von Schwänen abgesehen. Die werden den Nestern entnommen und dann anderenrost auf Floh oder Sammlermärkten als angebliche Emu-Eier für viel Geld verkauft. Diese Eierdiebstähle kamen in den letzten Jahren vor allem im Oppenheimer Wäldchen vor. Der Eierdiebstahl verstört nicht nur die brütenden Elterntiere sondern gefährdet auch den Bestand der Schwäne in der Region.

UPDATE:

Giftköder in Gonsenheim.
Giftköder in Gonsenheim. So sehen sie aus.

ACHTUNG – Soeben wird via Facebook aus Gonsenheim gemeldet, dass dort jemand mehrfach Rattengift an Wegen auslegt, die von Spaziergängern mit Hunden frequentiert werden. Die blauen Ei-förmigen Gift-Pellets sind meist mit Hackfleisch umkleidet. Gestern wurden 20 dieser Köder nahe der Autobahn Richtung Wald eingesammelt. (Feilkirschhöhe/Gemarkungsgrenze im Bereich des Strommastes).

UPDATE 2:

Die Allgemeine Zeitung berichtet heute, dass weder der Polizei noch dem Guntersblumer Ortsbürgermeister Kenntnisse der genannten Vorfälle haben. Die Anfrage von Wir-in-Rheinhessen wurde seitens der Polizei noch nicht beantwortet. Bedenkt man, dass die Meldung über den Pferdehasser vor knapp 14 Tagen zutraf und kaum jemand öffentlich mit solchen Aussagen spaßt, bleibt Wir-in-Rheinhessen am Ball.

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Prima. es hat geklappt. :-)

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