DLRG Schwimmfest am Start

Alles ist vorbereitet, das Vergleichsschwimmen der DLRG kann beginnen.

Am Samstag fuhr um sieben Uhr in der Frühe ein DLRG-Bus am Hallenbad Oppenheim vor und sogleich begann geschäftiges Treiben. Die in gelbroter DLRG-Kleidung gekleideten Wasserretter trugen diverses Material in die Schwimmhalle. Sie hängten Tabellen und Listen an die Scheibe der Bademeisterkabine. Sie zogen Leinen zur Abtrennung der Bahnen ein und testeten eine ganze Batterie von Stoppuhren auf ihre Funktionstüchtigkeit. Bis acht Uhr war dann alles für das Schwimmfest mit Vergleichsschwimmen der DLRG Oppenheim vorbereitet. Nach vielen Jahren boten die Oppenheimer Rettungsschwimmer erstmals wieder einen Schwimmwettkampf für Ihre Mitglieder aber auch Gäste an.

Rettungsschwimmwettkämpfe der DLRG sind mehr als nur schnell schwimmen

DLRG Schwimmfest Zeitnehmer

Die Starter und Zeitnehmer hatten alle Hände voll zu tun.

Eltern und Gäste erlebten im Hallenbad, dass Schwimmwettkämpfe bei der DLRG sich nicht nur in Oppenheim sondern grundsätzlich von herkömmlichen Schwimmwettkämpfen unterscheiden. Dazu Ulla Niemann, Technische Leiterin Ausbildung der DLRG Oppenheim: „Einfach nur schnell schwimmen zu können reicht bei uns nicht aus. Der Schwerpunkt liegt auch bei DLRG-Schwimmwettkämpfen immer auf dem Thema Wasserrettung. So müssen die Teilnehmer in verschiedenen Übungen andere Personen abschleppen und an Land bringen. Und deshalb simuliert beispielsweise das Hindernisschwimmen das Untertauchen von Hindernissen auf dem Weg zu einem Menschen in Wassernot. Beim Kleiderschwimmen wird abgebildet, dass ein Retter in Alltagssituationen an einem Gewässer in normaler Kleidung ins Wasser springen würde, um einen anderen Menschen zu retten.“

DLRG hatte auch spaßige Disziplinen im Programm

DLRG Schwimmfest Spaß

Das DLRG Schwimmfest sorgte mit witzigen Disziplinen gerade bei den Kindern für Spaß.

Für die Jüngsten Teilnehmer gab es beim Vergleichsschwimmen aber natürlich auch spaßige Disziplinen wie beispielsweise das Ufo-Rennen, bei dem es galt, über eine Strecke von 25 oder 50 Metern kleine kugelige Kunststoff-Ufos vor sich her zu pusten. Da die Wasserrettung bei der DLRG immer eine Teamleistung ist, hatten sich Ulla Niemann und ihre Helfermannschaft auch Gruppenaufgaben überlegt. Mit einem Gewicht beschwert schwebte ein Eimer in 1,6 Meter Wassertiefe mit der Öffnung nach unten. Aufgabe der jeweiligen Gruppen war es, abzutauchen und so lange immer wieder Luft in den Eimer zu pusten, bis genügen Auftrieb erzeugt war, damit der Eimer an die Wasseroberfläche kommt.

Einblicke in die DLRG-Arbeit

DLRG Schwimmfest HLW

Beim DLRG Schwimmfest kam auch das Thema Herz-Lungen-Wiederbelebung nicht zu kurz.

Die DLRG Oppenheim bot den zahlreichen Eltern und Gästen auch einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. So führten sie vor, wie man verschiedene Rettungsgeräte wie Rettungsball und Rettungsgurt in der Praxis einsetzt. Der Rettungsball ist ein Auftriebskörper an einer Leine, der beispielsweise einem entkräfteten Schwimmer im Wasser zugeworfen wird. Er hält sich daran fest und wird ans Ufer oder in ein Rettungsboot gezogen. Beim Rettungsgurt trägt ein Rettungsschwimmer einen Schultergurt, an dem eine Leine befestigt ist. Der Vorteil: Er kann mit maximaler Kraft und Schnelligkeit eine hilflose Person im Wasser anschwimmen und beide gemeinsam werden dann von der Leinenmannschaft ans Ufer gezogen. Beide Geräte konnten auch von den Zuschauern selbst ausprobiert werden. Apropos ausprobieren: Stephan Pilz, Vorsitzender der DLRG Oppenheim, bot für Kinder und Jugendliche Schnuppertauchgänge an und viele nutzen die Chance, sich das Treiben im Wasser einmal mit Pressluftatemflasche auf dem Rücken von unten anzuschauen.

Schwimmbad-Quizz und Schnuppertauchen

DLRG Schwimmfest Schnuppertauchen

Beim DLRG Schwimmfest konnten Kinder und Jugendliche beim Schnuppertauchen die Unterwasserwelt erkunden.

Die DLRG Oppenheim bot weiterhin ein Schwimmbad-Quizz an. Hier galt es, kniffelige Fragen rund um die DLRG und das Hallenbad Oppenheim zu beantworten. Auf Schautafeln und mit Prospekten boten die Wasserretter zahlreiche Informationen über die Arbeit der Ortsgruppe Oppenheim und der DLRG im Allgemeinen an.

Siegerehrung krönt eine rundum gelungene Veranstaltung

Um kurz vor 12 Uhr mittags konnten dann die Sieger des Vergleichsschwimmen unter Beisein des 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim und Bürgermeisters der Stadt Oppenheim, Marcus Held, geehrt werden. Ulla Niemann dankte ihm, dass die VG das Bad für das sehr erfolgreich verlaufene Schwimmfest zur Verfügung gestellt hatte. Für die jeweils ersten Drei gab es Medaillen und alle bekamen einen Ansteckbändchen aus Stoff, das an die Veranstaltung mit dem Spruch „Ich war dabei – Schwimmfest der DLRG Oppenheim“ erinnert.

DLRG leistete schon im Vorfeld viel Arbeit

Außerdem dankte Ulla Niemann ihrem Helferteam, dass in zahlreichen Aufgaben und Funktionen im Laufe des Tages für den reibungslosen Ablauf des Schwimmfestes gesorgt hatte. Damit das alles so glatt und für die Teilnehmer vergnüglich laufen konnte, musste viel vorbereitet werden. So investierte Ulla Niemann alleine über 40 Stunden in die Planung und Organisation der ganzen Veranstaltung. Andere kümmerten sich um Materialbeschaffung oder die Erstellung von Beschilderungen und Werbematerial. „Es war ein riesiger Aufwand, aber es hat sich absolut gelohnt“, erklärte Ulla Niemann zum Schluss sichtlich erleichtert und zufrieden und kündigte die Fortsetzung für das nächsten Jahr an.

[contentbox headline=“Die Sieger des Vergleichsschwimmens“ type=“normal“]Die Erstplatzierten in der Startgruppe Rettungsschwimmer und Juniorretter (mehrere Altersgruppen) waren: Svenja Borg, Ulla Niemann, Robin Fischer, Jan Gümpel und Dirk Balzer.

Die Erstplatzierten in der Startgruppe Kinder (mehrere Altersgruppen) waren: Tim Keßler, Niclas Windisch und Kaja Ohnsorg.

Die Erstplatzierten in der Startgruppe Jugend waren: Robin Noah Ebersberger, Melissa Zoe Müller.[/contentbox]