Diebe klauen in Nierstein Plastik-Pfandflaschen.

Diebe klauen in Nierstein sieben Säcke Plastik-Pfandflaschen.

Wenn es um Plastik-Pfandflaschen geht, dann könnte man, wenn man denn wollte, die Menschen in vier Gruppen einteilen. Die erste Gruppe kauft Getränke, bringt die Plastik-Pfandflaschen dann selbst zurück und kassiert die 0,25 Euro Pfandgeld. Die zweite Gruppe kauft Getränke, scheint aber weder das Geld nötig, noch ein Umweltbewußtsein zu haben und schmeißt die leere Plastik-Pfandflaschen in die Mülltonne oder gerne auch mal einfach in die freie Natur. Gruppe drei gehört zu den Jägern und Sammlern und sammelt all das ein, was Gruppe zwei achtlos entsorgt. Diese erbeuteten Plastik-Pfandflaschen werden dann in großen Mengen zurück gebracht, sodass Gruppe drei hier ein durchaus respektables Nebeneinkommen erwirtschaftet.

Mit sieben Säcken must Du geh’n…

Gruppe vier will zwar ebenfalls das Geld für Plastik-Pfandflaschen kassieren, aber nicht die Mühe und Plackerei investieren, die Gruppe drei in Gestalt des Jagens und Sammeln auf sich nimmt. Vertreter eben dieser Gruppe vier sind in den Niersteiner Netto-Markt in der Freyburger Alle eingebrochen. In der Nacht vom 10. auf den 11. April überstiegen sie eine Absperrung im Außenbereich und stahlen sieben Säcke Leergut im Wert von circa 140 Euro.

Leichte Beute – rein vom Gewicht her betrachtet

Beim allseits bekannten Pfandbetrag von 0,25 Euro pro Plastik-Pfandflaschen errechnet sich aus dem Betrag, dass die Täter geschätzte 560 Leergutflaschen abtransportiert haben. Überhoben haben sie sich dabei sicher nicht. Aber diese sieben Säcke haben immerhin ein gewisses Volumen, sodass die Täter durchaus aufgefallen sein könnten. Mit Sicherheit werden die Täter mit der Beute sehr bald wieder Leergut-Annahmeautomaten örtlicher Lebensmittelmärkte füttern, um das Plastikvolumen in Bargeld zu verwandeln. Schade nur, dass jetzt die ehrlichen und arbeitssamen Vertreter der Gruppe drei mit den dreisten Dieben der Gruppe vier verwechselt werden könnten, wenn sie am Leergut-Annahmeautomaten stehen und diesen säckeweise mit Flaschen füttern.

Und die Moral von der Geschicht: Plastikflaschen kauft man nicht. Mit 560 Pfandflaschen aus Glas, hätte die Täter nicht wirklich Spaß!