An einem grauen Novembertag bestellt ein Anrufer den Pfarrer der Oppenheimer Katharinenkirche in die Ruine Landskrone. Als Peter Stahl dort ankommt, findet er einen Toten: Achim Sänger, den er vor 20 Jahre konfirmiert hat, wurde erschossen.

Kurze Zeit später übergibt die Witwe Lilo Sänger ihrem Jugendfreund Benno Moser, jetzt Lokalredakteur in Oppenheim, ein Dossier über ein sogenanntes Syndikat, das den beiden Freunden Peter Stahl und Benno Moser die Haare zu Berge stehen lässt: Kann es sein, dass Oppenheim ein Zentrum der Organisierten Kriminalität ist? Die Verbrechen sind sorgfältig gelistet, die Seite mit den Namen der Verantwortlichen wurde jedoch herausgerissen …

Bei ihren Nachforschungen stoßen die beiden auch auf den Immobilienmakler Litzius. Dieser besitzt Pläne, die belegen, dass sich die sagenumwobenen silbernen Apostelfiguren aus der Katharinenkirche in der Oppenheimer „Unterwelt“, also dem unterirdischen Gängesystem unter der Oppenheimer Altstadt, befinden.

Der erste Krimi von Thomas Ehlke

Thomas Ehlke

Thomas Ehlke

Thomas Ehlkes neue Buch „Der Tote in der Ruine

“ bricht erstmals aus der Reihe, denn diesmal hat er kein Sachbuch verfasst, sondern einen Krimi. Andreas Lerg von Wir-in-Rheinhessen stellte zwei Fragen an den Autor und Journalisten, der hauptberuflich als leitender Redakteur bei der Allgemeinen Zeitung arbeitet.

Wir-in-Rheinhessen: Ist „Der Tote in der Ruine“ Dein erstes literarisches Buch? Du hast ja bisher vor allem Sachbücher geschrieben.

Thomas Ehlke: Der Krimi entstand schon vor einigen Jahren. Ich habe ihn dann auf Eis liegen lassen, weil ich andere Projekte vorangetrieben habe. Durch die Zusammenarbeit mit dem Ingelheimer Leinpfad-Verlag habe ich mich des Manuskripts wieder erinnert, es überarbeitet und manche Passagen abgeändert.

Wir-in-Rheinhessen: Tauchen in dem Buch eventuell reale und regional bekannte Personen auf?

Thomas Ehlke: Direkte Bezüge zu realen Personen gibt es nicht. Personen und Handlung sind frei erfunden. Nicht so die Schauplätze.

Thomas Ehlke lebt in Nierstein und hat bereits eine Reihe von Sachbüchern veröffentlicht. Beispielsweise „Weinkompass Rheinhessen. Die 50 besten Straußwirtschaften und Gutsschänken

“ oder auch „Die unterirdische Stadt Oppenheim. Von der Schattenwelt zum Erlebnisraum
„. Und mit dem Buch „Mythos Roter Hang: Von Riesling, Reben und Ritualen hoch über dem Rhein
“ hat er über die berühmtesten Niersteiner Weinlagen berichtet.