Nierstein am Rhein.

Nierstein darf sich von nun an Stadt nennen.

Mit der Bezeichnung „Riesling City“ trat Nierstein bereits seit geraumer Zeit in der Außendarstellung auf. Auch gibt es seit 2003 Stadtführungen in Nierstein. Diese Grenzwertig keit hat ab sofort ein Ende. Der Ministerrat des Landes Rheinland-Pfalz, unter dem Vorsitz der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, hat in seiner Sitzung am 12. März dem Antrag der Gemeinde Nierstein zum Führen des Titels einer Stadt entsprochen. „Ein guter Tag für Nierstein“, freute sich Stadtbürgermeister Thomas Günther. Dieser wurde unmittelbar nach der Entscheidung vom Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, über das Votum im Ministerrat unterrichtet. Neben Lewentz zählten Landrat Claus Schick und der Stadtbürgermeister von Oppenheim. Marcus Held, zu den ersten Gratulanten.

Festakt im Frühjahr

Damit die Entscheidung auch nach außen gefestigt und demonstriert werden kann, wird es im April bzw. im Mai, im Beisein von Ministerpräsidentin Dreyer bzw. Innenminister Lewentz, einen Festakt mit Überreichung der Ernennungsurkunde im Stadtpark von Nierstein oder aber im Sironasaal geben. Das genaue Datum wird Stadtbürgermeister Thomas Günther mit der Landesregierung absprechen. Auf die Frage, wie er, Günther, die Entscheidung aufgenommen habe, antwortete dieser: „Mit großer Freude. Mir war schon immer Bewusst, dass unser Antrag vom Herbst 2012 von Erfolg gekrönt sein wird. In Nierstein wurden in den letzten zehn Jahren Investitionen im Wert von rund 32 Millionen Euro getätigt. Die Infrastruktur und der demografische Faktor sind stimmig und bezeugen den städtischen Charakter von Nierstein. Wir haben ein strebsames Gewerbe mit Entwicklungspotential. Dies wird durch die städtebauliche Erschließung der Niersteiner Schlossgärten auf dem ehemaligen Durst-Malz Gelände, und durch die anstehenden Ansiedlungen eines Drogeriemarktes und eines Bekleidungsfilialisten in der Freyburger Allee verdeutlicht.

In diesem Jahr beginnt Bahnhofsumbau

Thomas Günther

Thomas Günther wird sich in Zukunft Stadtbürgermeister nennen können.

Zudem werden noch in diesem Jahr Arbeiten für den Umbau des Niersteiner Bahnhofs zur S-Bahn Haltestelle beginnen. All dies sind Argumente von denen ich bei der Antragsstellung überzeugt war, dass sie beim Ministerrat auf offene Ohren stoßen werden. Dies hat auch der Innenminister in seinen Ausführungen pro Stadtrechte so aufgenommen und wiedergegeben. Mit dem Status einer Stadt steht uns nun auch die Beantragung von Fördermitteln aus dem Städtebauprogramm des Landes Rheinland-Pfalz zu“, verkündet ein sichtlich stolzer Stadtbürgermeister. Die Kritiker dieser Entscheidung lädt Günther ein und will sie mit ins Boot nehmen. „Freuen Sie sich doch über diesen Tag und en Titel einer Stadt. Er bringt gewiss keine Nachteile. Auch beim Rheinland-Pfalz Tag vor 10 Jahren waren die Unkenrufe laut. Am Ende des Tages hat sich aber jeder selbst auf die Schulter geklopft und beteuert, dass der Rheinland-Pfalz Tag eine runde Sache für Nierstein war. So wird es auch mit den Stadtrechten passieren“, da ist sich Günther sicher.

Dieser Text ist eine Pressemeldung der Gemeinde Nierstein.