Vor rund 80 Zuschauern beenden die HURRICANES Heidesheim die aktuelle Spielzeit auf eigenem Parkett, bevor beide Teams am kommenden Wochenende nochmals auswärts ran müssen. Während das Oberliga-Damen-Team die Bundesliga-Reserve aus Trier mit 57:51 nach Verlängerung bezwang, verloren die Landesliga-Herren mit 66:84 gegen den TV Clausen aus der Pfalz.

Spannender als nötig: Oberliga-Damen holen sich Heimsieg gegen Trier

Markierte wichtige Punkte in der Endphase: Madeline Winter

Markierte wichtige Punkte in der Endphase: Madeline Winter

Endlich, der Knoten ist geplatzt – der Stein, der den jungen HURRICANES nach dem Schlusspfiff vom Herzen fiel, war weit über die Grenzen Heidesheims zu hören. Unter den Augen von Ortsbürgermeister Jens-Lothar Hessel behielten die TSG-Korbjägerinnen in einer spannenden Partie mit 57:51 (25:21, 50:50) gegen die Bundesliga-Reserve der MJC Trier die Oberhand und beenden die Oberliga-Saison auf heimischem Boden mit einem Sieg. Nach zahlreichen knappen Niederlagen in den vergangenen Wochen ist dies der Lohn für harte Trainingsarbeit und die positive Entwicklung der Heidesheimer. Dass der Heimsieg nicht höher ausfiel oder früher unter Dach und Fach gebracht wurde, lag in erster Linie an der unterirdischen Freiwurfquote der HURRICANES, die satte 31 Punkte an der Foullinie liegen ließen (45/14).

„So etwas habe ich tatsächlich noch nie erlebt. Wenn wir nur 50% machen, ist das Ding gelaufen und wird nicht so ein Nervenkrimi“, so TSG-Trainer Sven Labenz. Von Beginn an setzten die Gastgeber die Vorgaben um und attackierten immer wieder den Korb des Gegners, doch die Extra-Punkte an der Linie wollten durch die gesamte Bank der HURRICANES nicht fallen – ein „Höhepunkt“ sicher, als der Basketball nach einem Freiwurf auf dem hinteren Ring einfach liegen blieb und sinnbildlich für das Pech der TSG`ler stand.

Nach einem guten Start (13:5) brachten sich die Gäste von der Mosel vor allem aus der Distanz wieder in Schlagdistanz (25:21, 33:31, 37:35), übernahmen allerdings insgesamt nur zwei Mal die Führung des Spiels (29:31, 48:50). „Natürlich lief bei uns nicht alles rund, aber am Ende haben wir verdient gewonnen. Vor allem weil wir in den entscheidenden Phasen die richtigen Sachen gemacht haben“, so Labenz weiter. Auch die miserable Freiwurfquote irritierte die TSG-Korbjägerinnen nicht: Madeline Winter, Alexandra Jamnig und Jana Haynert hielten ihre Farben mit guten Aktionen im Spiel. In der Verlängerung war die Partie mit einem Ergebnis von 7:1 eine klare Sache, auch wenn in der Extra-Spielzeit erneut neun (!) Heidesheimer Freiwürfe nicht das Ziel fanden. Am kommenden Wochenende geht es für die HURRICANES zum Saisonendspurt zum BBC Linz (17.03., 18.00 Uhr), bevor am 06.-07. April das Pokal-Top-4 in Ingelheim wartet.

Scorer: Jamnig (16/1), Winter (15), Haynert (8), Eckert (6), Schmidt M (2), Schmidt A (2), Scholles (2), Weckbecker (1), Schapfel (1), Heindrichs, Appel.

Ein Spiel ohne Wert: Landesliga-Herren verlieren gegen Clausen Comets

Mit einer 66:84 (25:45)-Niederlage gegen die Clausen Comets beenden die HURRICANES die Landesliga-Saison auf eigenem Parkett. Am kommenden Wochenende geht es für Robert Lehmann & Kollegen zum Spitzenteams nach Ludwigshafen, bevor die Spielzeit in der Landesliga Rheinhessen/Pfalz endgültig Geschichte ist. Erneut konnten die Gastgeber ein Viertel für sich entscheiden (20:19), doch im zweiten Spielabschnitt brachen die TSG`ler konditionell ein, die Pfälzer zogen uneinholbar auf 25:45 davon, eine Hypothek, die bis zum Ende Bestand haben sollte.

Mit Julius Zimmermann (12), Stefan Datz (11), Andreas Scholles (11) und Markus Naumann (12) reihten sich gleich vier TSG`ler in „double figures“ ein, doch insgesamt elf Dreier der Comets brachen den Heidesheimern das Genick.

 

B-Klasse Herren dürfen weiter von der Meisterschaft träumen

Mit einem ungefährdeten 88:37-Derby-Erfolg über die TG Nieder-Ingelheim bleiben die B-Klasse-Herren der HURRICANES weiter im Rennen um die Meisterschaft. „Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir in der Verteidigung sehr stark und immer einen Schritt schneller als die Gäste. Insgesamt war das ein sehr gutes und faires Spiel“, fasste Trainer Andreas Scholles nach Spielende zusammen.