Dienstag, Juni 2

Guntersblumer Narren in Höchstform

Bei der Kostümsitzung des Carneval-Vereins zogen die Guntersblumer Narren im drei mal ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus alle Register der fastnachtlichen Unterhaltung. Das Programm wurde ausschließlich mit eigenen Kräften bestritten, die völlig unentgeltlich auf der Bühne standen.

16 Diamanten gefunden

Dance Xpress
Dance Xpress, Foto: Bernd Waldmann

Dass die Balletts eine Stärke des Vereins sind, zeigten gleich zu Beginn tanzende Teufel, dargestellt von den „Las Chicas“ (Leitung: Birgit Griesbaum), auch das Gardeballett (Ltg. Silke Köhler und Janina Sekulla) mit ihrem flotten Gardetanz überzeugte das Publikum. Ideenreichtum, tolle Kostüme und Choreographien wurden von den „Großen“ dargeboten: Bei den Mädels vom Dance Xpress (Leitung: Lisa Kwasny und Eva Eschenfelder) gab es für das Publikum voll was „auf die 12“ mit ihrem Tanz „Knockout 2013“. Das CVG-Männerballett Backes-Buwe (Leitung: Inge Schäfer) stemmte anfangs als alte Kameraden Gewichte, präsentierte sich dann aber sehr zur Freude des weiblichen Publikums cool und sexy in knappem Outfit und Sonnenbrille.

Männerballett
Männerballett, Foto: Bernd Waldmann

Die Showtanzformation Magic Moves präsentierte mit „16 Karat – auf der Suche nach dem Diamanten“ einen atemberaubenden Showtanz als

Kriminalinspektorinnen mit Trenchcoat und Lupe auf der Jagd nach den Diamantendieben und verwandelten sich dann in funkelnde Diamanten mit akrobatischen Elementen bis zur Hallendecke.

Nicole Kauer und Thea Karrer als mittanzende Trainerinnen dankten Carmen Jochem-Assmann, die für Entwurf und Gestaltung der tollen Kostüme verantwortlich ist.

Galeere statt Solarboot

Sabine Matthes und Peter Muth
Sabine Matthes u. Peter Muth, Foto: B. Waldmann

Sitzungspräsident Peter Muth, führte nicht nur locker und gekonnt durch das Programm, sondern erntete auch als Protokoller und „Eisbrecher“ die ersten Standing Ovations. Mit aktuellen Themen aus der großen Politik und aus dem Ort, sowie der bevorstehenden VG-Fusion, überzeugte er die Narren im Saal. Kreativ sein Vorschlag statt eines Solarbootes eine Galeere anzuschaffen, die vom Gemeinderat gerudert werden soll, „damit die mal lernen an einem Strang zu ziehen“.  Im 2. Teil stellte er im Duett  mit der Fastnachtsdebütantin Sabine Matthes bei „Die Halle ist voll“ sein Gesangs-Talent unter Beweis.

Waffen aus Russland

Als eine unerfahrene Hexe stand die 12-jährige Julia Deißroth in der Bütt, die mit falschen Zaubersprüchen schon mal am Kellerwegfest für einen Stromausfall sorgt. Ebenfalls mit Vorträgen dabei waren Wingertschütz Luigi (Jürgen Schäfer), der sich mit der „Vögelerei in den Vögelsgärten“ bestens auskannte und seine Waffen in Gimbsheim kauft, „weil die in Russland billiger sind“,  Ulfriede Frey als Punker-Oma und Liane Darmstadt, die von aufregenden Urlaubserlebnisssen mit Saftschubsen und All-Inklusiv-Hotels berichtete.  Für Freudentränen sorgten die Kommunalbeschäftigen Bernhard Schmitt und Heike Schwarz, die sich mit „Bauhof trifft Rathaus“ einen köstlichen Dialog lieferten.

Liane Darmstadt
Liane Darmstadt, Foto: Bernd Waldmann

Fleischwurst und Gangnam Style

Liebe oder Hiebe war die Frage im brillant dargebotenen Sketch „Prinz sucht Prinzessin“, als der Fastnachtsprinz (Sigrid Deißroth) eine Partnerin für die tollen Tage wünschte und statt dessen eine „Lack-Ritz-Schnecke“ als Domina in Gestalt von Martina Zeiß-Arend erschien. Auch die 2. Kandidatin Metzgerstochter Rosi aus de Palz (Christian Siegmund), Erkennungszeichen „en Ring Fleischworscht um de Hals“ punktete mit ihrer „erotischen Nutzfläche“ bei der Partnersuche für den unglücklichen Prinz, der am Ende doch das Weite suchte. Eine Schlacht der Musikgiganten führten die Gebrüder Schäfer und Waldmann als „Forestman-Shepherd-Group“. Da explodierte TNT, Heidi verteilte Blumen, Katja Ebstein sang „Theater“ und mit gekonntem Hüftschwung erschien Traktor fahrend Andreas Gabalier mit „I sing a Liad für Di“. Rasante Kostümwechsel, ihre tänzerische Bühnenperformance und „Gangnam Style“ als Zugabe versetzte das Publikum in Verzückung.

Einfach mal es Maul halten

Mit einer „echten“ Hochzeit zwischen König Gunter und Katharina von Oppenheim nahmen die Kellersänger die bevorstehende VG-Fusion auf die Schippe und hatten keinen geringeren als Kurt Beck als Standesbeamten dabei, dessen „Könn’se mal es Maul halten“ gekonnt musikalisch umgesetzt wurde. Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne. Die Schlappelinos sorgten mit Schlagern zum Mitsingen für Stimmung und nach einem farbenprächtigen Finale mit mit den Kellersängern bei „Karneval in Rio“ im Luftballon- und Konfettiregen zog es das närrische Volk noch in die Sektbar wo bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert wurde.

[contentbox headline=“Weitere Mitwirkende“ type=“normal“]Sitzungskapelle: Musikverein St. Julianen Guntersblum, Hauskapelle: Christian Henn, Ralf Karrer, Dieter Stumpf, Harry Soller, Maske: Team vom Salon Jochem, Dienheim, Licht, Ton & Kamera: Uwe und Felix Köhler, Sven Jochem, Hans Frey, Büttenschieber: Lorenz Frey, Matthias Eller, Bühnendeko: Dagmar Muth, Carmen Jochem-Assmann, Stefan Assmann, Stefan Hußmann, Bewirtschaftung: Sportverein Guntersblum[/contentbox]

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Prima. es hat geklappt. :-)

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