Wären die Partien der HURRICANES am vergangenen Wochenende nur rund 25 Minuten lang gewesen, hätten die Korbjäger der TSG Heidesheim zwei Auswärtserfolge feiern dürfen. Doch Landesliga-Herren und Oberliga-Damen brachten sich um mögliche Siege auf fremdem Parkett und mussten die Heimreise ohne Zählbares antreten.

Oberliga-Damen: Rhythmus verloren, selbst geschlagen

Machte ein gutes Spiel am Brett: Katja Eckert

Machte ein gutes Spiel am Brett: Katja Eckert

Rund 30 Minuten sah es für die jungen TSG-Korbjägerinnen an der Saar nicht wirklich schlecht aus. Mit einem Rückstand von 32:36 ging man beim ATSV Saarbrücken ins Schlussviertel, zuvor hatte man bereits geführt (12:8, 21:17). Dass am Ende eine 38:52 (21:23)-Niederlage beim Tabellennachbarn steht, lag vor allem an der eigenen Unkonzentriertheit und einer offensiven Blockade kurz vor dem Pausenpfiff und im letzten Spielabschnitt.

„Bis auf drei Minuten war die erste Halbzeit sehr gut. Doch plötzlich verlieren wir den Faden und bringen den Gegner kurz vor der Pause durch eigene Fehler ins Spiel“, haderte TSG-Trainer Sven Labenz nach Spielende. Mit einer Zonenpresse setzten die Gastgeber den HURRICANES ordentlich zu. Trotz einiger Auszeiten und klaren Ansagen, konnte man sich bis zum Spielende nicht von Ballverlusten und Fehlentscheidungen gegen die Ganzfeld-Defense des ATSV trennen. Lediglich Alexandra Jamnig und Katja Eckert, denen Labenz ein gutes Spiel bescheinigte, hielten die TSG-Truppe im Spiel, bis zum letzten Spielabschnitt schien in der Moltkehalle alles möglich (32:36).

„Das letzte Viertel war zum Vergessen. Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht, waren extrem verunsichert und eigentlich nicht mehr existent“, fasst Labenz zusammen. Erst in der 39. Minute punkten die Rheinhessen wieder, zu wenig – mittlerweile war die Messe gelesen und Saarbrücken uneinholbar davon gezogen. Am kommenden Wochende erwarten die HURRICANES auf heimischem Boden den Tabellenführer aus Bad Bergzabern. „Ich erwarte keinen Sieg, darum geht es nicht. Aber jeder muss sich an die eigene Nase fassen und um 20-30% in seiner Leistung steigern. Im Training und im Spiel“, so der TSG-Übungsleiter abschließend.

Scorer: Jamnig (15/3), Eckert (13), Winter (5), Schmidt (4), Scholles (2), Weckbecker (2), Heindrichs (1), Appel, Haynert.

 

Landesliga-Herren: Rumpftruppe verpasst möglichen Auswärtserfolg

Es fiel TSG-Abteilungsleiter Andreas Scholles sichtlich schwer, zur 69:89-Auswärtspleite seiner Mannschaft bei der Turnerschaft Germersheim Stellung zu nehmen. Zu aufwühlend, zu verkrampft und zu ruppig waren die zurückliegenden 40 Spielminuten. Bis zum dritten Viertel waren die HURRICANES in Schlagdistanz (50:53), lange Zeit erspielten sich die TSG-Korbjäger sogar eine Führung, ignorierten Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sowie die bekannt überharte Gangart der Gastgeber.

„Das erste Viertel war das beste, was ich seit langem von uns gesehen habe“, so Scholles, der mit 28 Punkten erneut Topscorer seiner Truppe war. Bis zum Pausentee sahen die Heidesheimer wie der sichere Sieger aus, doch bereits im dritten Viertel übernahmen die Pfälzer das Ruder – spätestens jedoch im letzten Abschnitt war der Widerstand der TSG-Korbjäger gebrochen: 19:36 ging das Schlussviertel an die Turnerschaft, fehlende Fitness und Konzentration kosten am Ende den möglichen Auswärtserfolg.

Scorer: Scholles (28), Lehmann (17), Datz (8), Gebhardt (6), Wenselowski (4), Sittmann (2), Ball (2), Naumann (2), Böhmer, Hansen.