Freitag, Januar 8

Männergesangverein 1878 und Frauenchor Heidesheim präsentieren Märchenwelt

Märchenzauber im Heidesheimer "Schloss".
Märchenzauber im Heidesheimer „Schloss“.

Eine Zauberhafte Märchenwelt präsentierte der Männergesangverein 1878 und Frauenchor Heidesheim, mit seiner Närrischen Gesangstunde, im „Schloss“ Schönborner Hof. Da in diesem Jahr das 200-jährige Gedenken an die Gebrüder Grimm ist, war es ein passendes Thema. In dem vollbesetzten Saal wandelte die Prinzessin Doriana (Moderatorin Doris Reis) langweilig im Schlossgarten her und schaffte es den Frosch tatsächlich in einen Prinzen Winifred (Winfried Gräff).

Showtanz und Gardeballett

Junge Mädels (New Generation aus Wackernheim) überzeugten mit ihren zackigen, erfrischenden Bewegungen das Prinzenpaar. Auffällig waren ihre schwarzen langen Wimpern. Auch eine hübsche Truppe trat als Gardeballett (vom DJK Bingen-Büdesheim) im Schlossgarten auf. Nicht nur ihre grüne glitzernden Kostümen, sondern auch ihr zackiger Auftritt gefiel ganz besonders dem „Märchenvolk“.

 

Musical Grease

Kurze Zeit glaubte man in dem Musical Grease sich zu befinden. Das Showballett (Tabu vom DJK Bingen-Büdesheim) 19 an der Zahl, begeisterten mit ihren tollen Formationen verbunden mit einer sehr gekonnten Akrobatik.

Was doch so alles in einem Schloss benötigt wird. Der Hofnarr (Roland Hauck) stellte fest, dass mit einer Photovoltaik-Anlage, Pizza gebacken werden kann. Weiterhin klärte er das Narrenvolk auf, warum ein Ehemann sein Video mit Vorliebe von hinten anschaut: Er fühlte sich so gerne als freier Mann.
Mit Schrecken stellte der Handwerker (Lothar Kirschknapp) fest, wie marode das „Schloss“ Schönborner Hof ist. Er sprach auch die 1250-Jahrfeier an, wo die Stars mindestens so alt waren wie die Markthalle.

Vollwärmeschutz der Liebe

In seiner Laufbahn hatte er viele Erfahrungen gesammelt, besonders mit dem Vollwärmeschutz am ganzen Haus, vom Keller bis zum Dach. In Verbindung meinte er, dass die Männer keine Liebeslieder schreiben könnten und brachte dafür einen spezielle gedichteten Song: „„Vollwärmeschutz der Liebe, den schenk ich Dir, er soll Dir sagen, Du sollst nie mehr frier’n“.

Frauen und Schöpfung

Es kam auch eine verwandelbare Person (Pfarrer Catta) zu der Lieblichkeit Doriana. Er stellte in ihrem Sinne fest, dass Frauen die Schöpfung sind und der Rest der Männer man vergessen kann. In den vielen Beispielen kamen die Männer überhaupt nicht gut weg. Doch entpuppte er sich als Mann und schwächte es ab und meint, dass so viel Schlechtes an den Männern gar nicht dran ist, denn er ist auch ein Mann. Mit der Erntekönigin Paula I und den Prinzessinnen Julia und Viktoria bot er einen gesanglichen Auftritt, mit dem Refrain: Eine Frau macht Euch Männer fassungslos, denn sie weiß, was so ein Mann alles kann.

Was wäre ein Schlossgarten ohne Musik. Die Zwei-Mann-Show von Jakob Hauck und Helmut Rauch kamen sehr gut an. Mit Klampfe, Quetsch und Mundharmonika, ihrem stimmgewaltigen Gesang und ihren Texten zeigten sie ihr vielseitiges Können.
Ohne das Lebberworschtlied kamen sie nicht von der Bühne.

Dabbischkeit

Märchenzauber im Heidesheimer "Schloss".
Märchenzauber im Heidesheimer „Schloss“.

Ihre Dabbischkeit Prinz Winifred war fasziniert von einer verwandelbaren Person (Pfarrer Thomas Catta). Die „Männerfeindin“ stellte fest, dass Frauen die Schöpfung sind und der Rest der Männer man vergessen kann.

Sie erklärte auch, dass ein Chirurg im Hirn der Männer nur ein Draht von rechts nach links entdeckte. Bei der Untersuchung krachte es auf einmal und ihm fielen beide Ohren ab.
Nach der Entpuppung meinte er, dass so viel Schlechtes an den Männern gar nicht dran ist, denn er ist auch ein Mann. Mit Erntekönigin Paula I. und den Prinzessinnen Judith und Viktoria, bot er einen gesanglichen Auftritt, mit dem Refrain:“ Eine Frau macht Euch Männer fassungslos, denn sie weiß, was so ein Mann alles kann“.

Motorrad und Rock’nRoll

Auf einmal raste ein schweres Motorrad durch den Schlossgarten. Die Heidessummer Dibbescheels (Jürgen Appel, Stefan Barth, Markus Dressler, Michael Bloessl, Roland Hauck, Rolf Henrich, Lothar Kirschenknapp, Herbert Pieper, Jürgen Rothacker, Michael Wiffler, Eugen Manns), legten einen heißen Rock’n Roll auf’s Parkett. 6 Rockertypen wirbelten ihre 5 Mädels in ihren rosa-blauen Röckchen und Schleifchen im Haar, über die Bühne. Die Chorgeografie erstellte Doris Reis mit Unterstützung von Eugen Manns, und viel Geduld.

Zu einem Märchen gehören auch Goldmarie und Pechmarie (Gisela Pieper u. Claudia Schmitt). Mit ihrem Klamauk und ihren „Schlappmäulern“ brachten sie als Putzfrauen die Lachmuskeln so richtig in Wallung. Sie erzählten von einer Untersuchung beim Arzt, der bei einem Patient eine Organverschiebung feststellte, denn seine Leber sei am Arsch.
Als 7 Hexen traten die Bänkelsängerinnen (Rita Fichtner, Gisela Pieper, Claudia Schmitt, Martina Schmelzer, Marliese Reis und Claudia Bauer) im Schlossgarten auf. Sie sangen vom Ortsgeschehen u.a., dass versprochen wurde die Kretzergass’ auszubauen, war alles nur ein Märchen, man kann keinem mehr trau’n. Sie gingen auch ein auf den Marathonlauf um die Kerch. Da es Pfarrer Catta zu wenig ist, will er unbedingt in New York mitmachen; sonst gibt er doch keine Ruh, und die Kerch bleibt dann halt zu. Die selbst gestalteten Schilder gaben dem Bänkelgesang den letzten Pfiff.

Chicken Liners

Sogar das Boot „Chicken Liners“ legte im Burggarten an. Der Kapitän (Verena Clement) ruderte mit seiner Mannschaft und den närrischen Untertanen, den Rhein entlang, wobei auch Vater Rhein auftauchte. Die „Wilden Hühner“ (Angela Clement, Maggi, Claudia Lemb, Doris Reis, Birgit Rohm, Gabi Wassermann-Schulze, Judith Ungelenk, Ulrike und Judith Henrich) verwandelten sich in Vampire, tanzten Twist und begeisterten mit einem Countrytanz. Unser Horst Schlemmer durfte dabei nicht fehlen. Zu den einzelnen Tänzen waren die Kostüme und Accessoires perfekt abgestimmt. Eine super Playbackshow, der musikalische Zusammenschnitt stammte von Tobias Wallenstein.

Für den guten Ablauf waren Rita Fichtner, Silvia Hauck und Erna Stuhlträger zuständig. Das Bühnenmanagement war in der Hand von Johannes Hofmann.
Mit Witz, Charme und einer Lockerheit führten die Prinzessin und der Prinz durch das Närrische Programm.

In diesem Jahr zeigte Natalie Clement wieder ihre künstliche Ader. Das märchenhafte Bühnenbild mit dem Hexenhäuschen, Froschkönig, Frau Holle und den 7 Zwergen, war verzaubernd.

Märchenwelt

Ohne sie geht gar nichts, auch nicht im Märchen: Der Prinz und seine Prinzessin bedankten sich mit einem: MÄRCHENWELT HELAU – ZAUBERHAFT HELAU – MGV HELAU, bei allen die zu diesem zauberhaften Märchen beigetragen haben:
Bedienungen – Brötchenverkäufer – Küchen- Theken- und Sektbarpersonal – Tontechnik – Beleuchtung – Kulissenschieber – Maskenbildnerin – Bau- und Dekorationsdiener – Begrüßungs- und Kassenpersonal, sowie unserem Hoffotograf. Sie wurden mit einem wunderschönen Feen-Orden belohnt.

Ein Märchen geht zu Ende

Zum Finale waren die Mitwirkenden auf der Bühne und mit dem Abschlussgesang „Philippe kam aus Mexiko“ und „Das war die längste Nacht der Welt“, gesungen von Winfried Gräff, Hans Günter Reis, Markus Dressler und Lothar Kirschenknapp, begleitet vom Musikant Charly Niewelt, kam noch einmal eine super Stimmung in den „Königsgarten“.
Die Prinzessin Doriana und Prinz Winifred führten mit viel Witz und Charme durch das Programm.
Die Schlossbesucher konnten anschließend ihr Tanzbein schwingen und genossen in der „Feenbar“ die Zaubercocktails und andere märchenhafte Getränke.
Und wenn sie nicht nach Hause gegangen sind, dann befinden sie sich immer noch im „Märchenwald“.

Text & Bilder: Erna Stuhlträger, Heidesheim

 

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