Bei der Weihnachtsfeier schon kaum zu überhören, sehen alle Besucher der Kinderstube Rappelkiste nun bereits im Eingangsbereich: „Wir singen gern!“
Der kleinen Altstadt-Kita, die in diesen Tagen ihr 25. Jubiläum feiert, wurde am Wochenende der „FELIX“ überreicht, eine Auszeichnung des Deutschen Chorverbandes, mit der Kindertagesstätten geehrt werden, die in besonderem Maße musikalische Frühförderung betreiben.

Gerda Müller vom Mainzer Chorverband (Mitte) verleiht Erzieherin Maike Hennings und Vorsitzendem Bernd Oliver Sünderhauf die Auszeichnung FELIX

Gerda Müller vom Mainzer Chorverband (Mitte) verleiht Rappelkisten-Erzieherin Maike Hennings (li.) und Vorsitzendem Bernd Oliver Sünderhauf (re.) die Auszeichnung FELIX

In der Rappelkiste werden die kleinen Zwei- bis Dreijährigen von einer Musikpädagogin ganz spielerisch an das Singen sowie an Klatsch- und Rhythmusspiele herangeführt. Auch an ersten Instrumenten versuchen sich die Kleinen.

Auszeichnung vom Chorverband

Dem Chorverband, der den musikalischen Alltag der Kita zuvor überprüft und für gut befunden hatte, war das eine Auszeichnung wert. In feierlichem Rahmen übergab Gerda Müller aus dem Vorstand des Kreis-Chorverbandes Mainz das drei Jahre lang gültige Emailleschild.

Erzieherin Maike Hennings freut sich sehr über die Auszeichnung, stellt aber auch klar: „Natürlich muss bei uns kein Kind singen. Wir geben einen bestimmten Rahmen vor, weil kleine Kinder auch eine Menge Halt benötigen. Eine demokratische Erziehungskultur ist uns aber ebenso wichtig: wir respektieren die Interessen und Vorlieben unserer Kinder, und wenn sie heute beispielsweise mal nicht mitsingen wollen, dann haben sie beim nächsten Mal umso mehr Freude dabei.“

Persönliche Betreuung der Kinder

Ihre Kollegin Sultan Almeroth pflichtet ihr bei: „Genau diese persönliche Betreuung jedes einzelnen Kindes ist, was uns als kleine Elterninitiative von Großeinrichtungen unterscheidet. Und dieses familiäre Flair würden wir für nichts in der Welt aufgeben.“

Ein zwölfter Platz wird indes gerade eingerichtet in den Räumlichkeiten der kleinen Altstadtkita – das Maus-Schildchen prangt schon an der Garderobe, auch der kleine Stuhl steht schon bereit, so dass es im Neuen Jahr für den kleinen Anton losgehen kann:

„Wir können und wollen uns den gesellschaftlichen Entwicklungen nicht entziehen. Die Stadt ringt gerade um jeden Kitaplatz, vor allem im U3-Bereich. Da haben auch wir geschaut, was wir tun können,“ berichtet Bernd Oliver Sünderhauf. Er ist Vater des 2-jährigen Jonas und derzeit Vorsitzender der Elterninitiative. „Mit zwei großartigen Erzieherinnen und zwei Hilfskräften sind wir personell aber so gut aufgestellt, dass sich ein zwölftes Kind noch wunderbar in unseren Kita-Alltag einbeziehen lässt.“