Bevor die Basketballer der TSG Heidesheim vor dem Jahreswechsel nochmals auf heimischem Boden auf Korbjagd gehen dürfen, treten die HURRICANES weite Auswärtsfahrten und gleichzeitig richtungsweisende Partien an. Für die Landesliga-Herren geht es im Kell-derduell bei den Clausen Comets (17.11., 20h) fast schon um eine erste Vorentscheidung. Ein deutliches Signal wollen die Oberliga-Damen beim Gastspiel in Trier (18.11., 16h) setzen.

Oberliga-Damen: Von „Wundertüte“ nicht überraschen lassen

Reisen nach Trier: Carina Appel & Co.

Reisen nach Trier: Carina Appel & Co.

Zur weitesten Auswährtsfahrt des Jahres geht es für die junge Truppe um Aufbauspielerin Ruth Heindrichs: Die Heidesheimerinnen gastieren nahe der Porta Nigra bei der Bundesliga-Reserve von MJC Trier. Dass die Gastgeberinnen aus der Römerstadt schwer einzuschätzen sind, ist bereits vor dem Anpfiff klar. Aus einem breiten Pool kann der MJC zahlreiche Spieler aufbieten, einige davon dürften bereits Bundesliga-Luft geschnuppert haben.

Doch die HURRICANES wollen sich nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, sondern vielmehr ein Signal setzen. „Wir sind uns einig, dass wir gegen Kaiserslautern nicht die Leistung abgerufen haben, die wir wollen und können. Die Mädels sind sehr ehrgeizig und selbstkritisch, das schätze ich sehr“, erklärt TSG-Trainer Sven Labenz, der gleichzeitig betont, dass die Partie in der Pfalz allerdings auch die einzige schlechte Saisonleistung bisher war. „Es geht aktuell noch nicht um Sieg oder Niederlage. Wir wollen gut spielen, besser als beim FCK und so unser Spiel weiter verbessern“, so Labenz weiter.

Verzichten muss der Übungsleiter bei diesem Vorhaben weiterhin auf Jana Haynert, die noch an einer Fußverletzung laboriert. Marie Schmidt geht zudem angeschlagen in die Partie. „Ich hoffe, dass wir beim letzten Heimspiel des Jahres gegen Linz nochmals komplett auflaufen können“, blickt Labenz in die Zukunft, in dem Wissen, dass die TSG`ler erst ein Spiel in Bestbesetzung gespielt haben – dieses wurde bekanntlich gewonnen.

Landesliga-Herren: Augen zu und durch

Augen zu und durch!

Augen zu und durch!

Keine guten Nachrichten für die Landesliga-Basketballer der TSG Heidesheim. Mit Hong-Min Kim und Stefan Datz fallen gleich zwei Leistungsträger bis Ende des Jahres verletzungsbedingt aus. Da zudem Tino Gebhardt berufsbedingt nicht mit nach Clausen reisen wird, sind die Korbjäger gezwungen, auf Spieler der 2. Mannschaft zurück zu greifen. Mit Robert Lehmann, Andreas Scholles, Lars Böhmer, Thomas Schmitt und Daniel Sittmann treten nur fünf Stammspieler beim so wichtigen Kellerduell bei den Comets in der Pfalz an.

Zwar konnten die Gastgeber zuletzt einen knappen Heimerfolg einfahren, doch mit nur einem Sieg mehr, stehen die Comets gemeinsam mit den HURRICANES im Tabellenkeller. Ein Sieg oder zumindest ein enges Spiel muss das Ziel der Heidesheimer sein, um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren.

„Unsere Devise heißt Augen zu und durch. Wir werden mit einer Rumpftruppe alles in die Waagschale werfen was geht und dann schauen, was möglich ist“, so TSG-Abteilungsleiter Andreas Scholles. Die physisch starken, aber langsamen, Gastgeber spielen traditionell eine Zonen-Verteidigung und gelten als Heimstark. Doch wer weiß, vielleicht ist es gerade diese besondere Situation, die die Heidesheimer stark macht und zusammen rücken lässt.

Zum Derby reisen die B-Klasse-Herren am Sonntag. Die Truppe, die am vergangenen Wo-chenende einen deutlichen Erfolg beim TSV Mainz-Ebersheim einfahren konnte, tritt bei der benachbarten TG Nieder-Ingelheim an (18.11., 19.30h).