Freitag, August 7

Guntersblumer sagen NEIN zur freiwilligen Fusion

Die Urnen werden geleert
Die Urnen werden geleert

Denkbar knapp mit 50,2 zu 49,8 Prozent der gültigen Stimmen haben sich die Bürger der Verbandsgemeinde Guntersblum beim Bürgerentscheid am Sonntag für eine Aufhebung des VG-Ratsbeschlusses vom 07.05.2012 ausgesprochen. Ganze 15 Stimmen waren die Differenz, die beim Auszählen aller Abstimmungsbögen ausschlaggebend dafür waren, dass die freiwillige Fusion mit der VG Nierstein-Oppenheim jetzt erst einmal vom Tisch ist. Von 7.424 Wahlberechtigten hatten 3729 ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 50,2 Prozent entsprach. Die Ergebnisse der einzelnen Ortsgemeinden waren sehr unterschiedlich, so stimmten die Gemeinden Dolgesheim, Hillesheim, Uelversheim und Weinolsheim mehrheitlich für die freiwillige Fusion, während man in Dorn-Dürkheim, Eimsheim, Guntersblum, Ludwigshöhe und Wintersheim sich dagegen aussprach.

Bürgermeister verkündet das Abstimmungsergebnis

Bürgermeister Michael Stork
Bürgermeister Michael Stork

Ein sichtlich bewegter Bürgermeister Michael Stork (CDU) trat um 18:55 Uhr im Ratsaal des alten Leininger Schlosses vor die Presse und erklärte, dass er das Ergebnis zuerst über Nacht wirken lassen müsse und bat alle politisch Handelnden vor Ort ausdrücklich nicht gleich unüberlegt zu handeln: „Die neue Sachlage gilt es zunächst in aller Ruhe zu überdenken und zu beraten.“ Er werde das Ergebnis respektieren und akzeptieren. Jetzt stelle sich die Frage wie es weitergeht, denn der Landtag müsse nun entscheiden. „Ob er das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen einbezieht ist zu hoffen. Ich sehe den Wunsch der Bevölkerung, aber vorher hatten wir es in der Hand – jetzt nicht mehr“, so Stork. Klaus Penzer (SPD), Bürgermeister der VG Nierstein-Oppenheim, hatte in einer ersten Reaktion das knappe Ergebnis schon geahnt. Die Entscheidung der Berggemeinden für eine Fusion mit seiner VG hatte er vorausgesagt, jedoch war das Gewicht der Stimmen aus Guntersblum zu stark, so dass es zu dem letztendlich knappen Ergebnis kam. „Ich tippe jetzt nicht auf einen Zeitgewinn wegen des Bürgerentscheides.“ vermutet Penzer ein baldiges Handeln des Landes.

Ungewisse Zukunft

Wie sich das Land aber nun entscheidet angesichts der weiteren Option eines eventuellen Zusammenschlusses mit der VG Eich (falls die Kreisgrenzen kein Ausschlusskriterium mehr sind), das steht noch in den Sternen und wird auf jeden Fall weiter kontrovers diskutiert werden. Die Chancen für einen Erhalt der VG Guntersblum in ihrer jetzigen Form stehen denkbar schlecht. Die Bürger haben aber eindrucksvoll gezeigt, dass sie in einer so wichtigen Entscheidung demokratisch mitbestimmen wollen.

 

 

 

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Prima. es hat geklappt. :-)

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