In diesem völlig ungeeigneten Fahrzeug wurden tiefgekühlte Lebensmittel transportiert.

In diesem völlig ungeeigneten Fahrzeug wurden tiefgekühlte Lebensmittel transportiert.

Tiefkühlware soll und muss mit einer ununterbrochenen Kühlkette vom Hersteller zu Verbraucher gebracht werden. So schreibt es der Gesetzgeber vor. Geschieht das nicht, können verdorbene Lebensmittel in Umlauf gelangen. Genau das hat die Polizei bei einer mit dem Zoll durchgeführten Kontrolle auf der Raststätte Wonnegau jetzt verhindert.

Tiefkühlware im ganz normalen Lieferwagen

Die Kontrollbeamten zogen einen handelsüblichen Mercedes Sprinter aus dem Verkehr, der von Koblenz kommend Lebensmittel in die Südpfalz liefern wollte. Ein Großteile der Ladung bestanden aus Tiefkühlware (Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte). Doch das Fahrzeug verfügte weder über einen isolierten laderaum noch über eine entsprechende Kühlung. Damit war die vorgeschriebene Kühlkette und die Ware nicht mehr einwandfrei.

Straftat nach dem Lebensmittelrecht

Zur Beurteilung dieses Sachverhaltes wurden die Beamten von Lebensmittelkontrolleuren der Kreisverwaltung Alzey-Worms unterstützt. Die Tiefkühlware wurde angehalten, beschlagnahmt, versiegelt und an den Herkunftsort zurückbeordert. Das Ordnungsamt der Stadt Koblenz ermittelt hier nun weiter wegen einer Straftat nach dem Lebensmittelrecht. Der Zoll leitete zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren ein wegen Arbeitsaufnahme ohne Arbeitserlaubnis und erfasste vier Strafanzeigen wegen Verdacht des Leistungsbetruges.

Zahlreiche weitere Kontrollen

Am 23. Oktober zwischen 8 und 16 Uhr führte die Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim zusammen mit Kräften der Verkehrsdirektion Wörrstadt und des Zoll Ludwigshafen eine gemeinsame Kontrolle zum Thema Illegaler Aufenthalt, Schleuser und illegale Beschäftigung auf der Rastanlage Wonnegau-West durch. Dabei wurden insgesamt 17 Kontrollkräfte eingesetzt, fünf davon vom Zoll. Kontrolliert wurden insbesondere gewerbliche Transporter und LKW aller Art. Hier werden bei Überprüfungen immer wieder Verstöße gegen arbeitsrechtliche und aufenthaltsrechtliche Regelungen festgestellt.

Motorradpolizist fischte Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr

Zur Kontrolle wurden gezielt Fahrzeug aus dem fließenden Verkehr selektiert und durch Polizeimotorrad-Fahrer der Kontrollstelle zugeführt. Überprüft wurden durch die Kräfte der Polizei und des Zoll insgesamt 98 Fahrzeuge und 143 Personen. Neben insgesamt 23 Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen Verkehrsvorschriften wurden acht Mängelberichte wegen nicht ausreichender oder defekter Fahrzeugausstattung ausgestellt. In einem Fall wurde ein Fahren ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Dieser Person wurde erst eine Woche zuvor der Führerschein eingezogen, da er wegen eines Trunkenheitsdelikts aufgefallen war. Weiter stellten die Beamten einen 34-jährigen Mann fest, der unter Drogeneinfluss mit dem PKW unterwegs war. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. In 12 Fällen wurde wegen technischer Mängel oder unzureichender Ladungssicherung die Weiterfahrt bis zur Behebung der Beanstandungen untersagt. Der Zoll leitete zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren ein wegen Arbeitsaufnahme ohne Arbeitserlaubnis und erfasste vier Strafanzeigen wegen Verdacht des Leistungsbetruges.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Mainz.