Die Regionalliga-Basketballer der djk Nieder-Olm sind zumindest teilweise in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dem Team von Trainer Lars Wessel gelang gegen den Tabellendritten aus Kassel der Überraschungscoup: Wagner & Co. holten sich einen 67:65 (35:25)-Heimsieg und gaben die Rote Laterne durch den zweiten Saisonerfolg an die TuS Makkabi Frankfurt ab. Weniger erfolgreich verlief der Auftritt der Regionalliga-Damen der djk. Der Aufsteiger kassiert beim 37:52 (16:33) gegen den BC Marburg II die sechste Niederlage im siebten Spiel.

Jörgensen behält die Nerven – Zweiter Heimsieg für die Nieder-Olmer Basketballer

Nervenstark von der Linie: Arne Jörgensen

Nervenstark von der Linie: Arne Jörgensen

Das war die richtige Reaktion der Nieder-Olmer Basketballer. Nach der deftigen Klatsche gegen Frankfurt haben sich die „Drachen“ von Trainer Lars Wessel vor rund 120 Zuschauern wieder von ihrer besseren Seite gezeigt und den ACT Kassel überraschend bezwungen. Zur Belohnung gab es eine La-Ola-Welle mit den begeisterten Fans, die die Mannschaft hervorragend anfeuerten.

„Es war ein wichtiger Sieg. Wir haben richtig gut gespielt. Darauf können wir aufbauen“, freute sich Wessel. Dabei hatten es die Nieder-Olmer gegen Ende noch einmal unnötig spannend gemacht – leider auch unter der Mitschuld der Schiedsrichter, die einige seltsame und mehr als unglückliche Entscheidungen trafen. Um ein Haar verspielten die „Drachen“ einen komfortablen Elf-Punkte-Vorsprung. Aus einem sicheren Sieg wurde wieder einmal ein Nervenspiel. Eine Minute vor dem Ende musste Arne Jörgensen an die Freiwurflinie. 65:62 – zwei Treffer und der zweite Heimsieg wäre so gut wie eingefahren. Jörgensen behielt die Nerven und traf beide Würfe sicher.

So konnte die Nieder-Olmer auch ein Dreier der Gäste zwei Sekunden vor dem Ende nicht mehr schocken. „Wir haben es noch einmal unnötig spannend gemacht, waren kurz kopflos. Aber wir haben eine starke Mannschaftsleistung gezeigt, haben Kassel aggressiv in den Passwegen gestört“, sagte Wessel. „Wir haben unheimlich viel Herzblut investiert“.

djk Nieder-Olm: Wolf (7), Volarevic (10/2), Wagner (12/1), Jörgensen (9), Arterberry (10), Trenz (7), Weis (6), Grunenberg, Benner (6), Heidger, Leinhaas.

 Wenige Körbe, keine Punkte – „Drachen“ unterliegen BC Marburg II

Verkehrte Welt bei den Regionalliga-Damen von Trainer Uwe Seiffert. Während der Aufsteiger in der vergangenen Woche beim TV Hofheim in der Offense durchaus zu überzeugen wusste, aber die Defense das Problem war, war es gegen Marburg genau andersherum. Lediglich 52 Punkte ließen die Nieder-Olmerinnen zu, kamen aber nicht über 37 Punkte hinaus. „Mit 37 Punkten gewinnt man in der Regionalliga kein Spiel“, sagte Seiffert. „Das war ganz klar zu wenig, auch wenn wir insgesamt nur ein Viertel verloren haben.“

Schon in der ersten Halbzeit deutete sich an, dass die „Drachen“ in der Offense nicht brandgefährlich sein würden – lediglich 16 Punkte gelangen ihnen in 20 Minuten. Zu viele einfache Korbleger am Brett wurden liegen gelassen – wer weiß, verwandeln Weiß, Janzen & Co. die einfachen Punkte, wäre auch die Bundesligareserve der Hessen machbar gewesen.

Nur unwesentlich mehr waren es dann aber im zweiten Durchgang, weshalb die Nieder-Olmer Basketballer unterm Strich die sechste Niederlage im siebten Spiel kassierte und im Tabellenkeller feststeckt. Dennoch ist der Aufschwung im zweiten Spielabschnitt positiv zu bewerten.

djk Nieder-Olm: Arnold (2), Duethorn (9/1), Esser (2), Janzen (7), Otto (5), Ruhl, Schmitt, Stahl (5), von Dreusche (5), Weiß (2).

djk Nieder-Olm