Hartes Wochenende für die Regionalliga Basketballer der djk Nieder-Olm. Das Herrenteam von Trainer Lars Wessel kam bei der TuS Makkabi Frankfurt 71:109 (43:45) unter die Räder, die Damen von Coach Uwe Seiffert gingen beim TV Hofheim 75:106 (35:54) baden.

Debakel beim Schlusslicht: Regionalliga-Herren verlieren in Frankfurt

Deutliche Niederlage in Frankfurt für die Regionalliga-Herren

Deutliche Niederlage in Frankfurt für die Regionalliga-Herren

Diese Niederlage musste Lars Wessel erst einmal verdauen. 71:109 beim bis dato sieglosen Schlusslicht TuS Makkabi Frankfurt. „Wir hätten zur Halbzeit eigentlich mit zehn führen müssen“, sagte Wessel, der den 43:45-Rückstand aber dennoch als im Rahmen bezeichnete, „obwohl die 45 Punkte von Makkabi natürlich viel zu viel sind.“ Was seine Jungs aber im zweiten Durchgang auf den Court brachten, brachte Wessel auf die Palme. „Es kann nicht sein, dass wir uns in den letzten Minuten so gehen lassen und überhaupt nicht mehr kämpfen.“

Schon im dritten Viertel hatten die „Drachen“ Probleme mit der Zonenverteidigung der Frankfurter und erlaubten sich zu viele Fehlpässe. Thomas Wagner und Co. zogen zwar immer wieder zum Korb, passten den Ball aber dann nicht zum freien Mitspieler und nahmen so das Tempo aus dem eigenen Angriff. „Wir waren zu langsam, zu passiv und haben zu kompliziert gespielt“, analysierte Wessel. Der Vorsprung der Frankfurter wuchs auf 72:57 an und irgendwann resignierten die Nieder-Olmer komplett. „Es gibt für uns in dieser Liga keine leichten Spiele“, betonte Wessel. „Auch nicht gegen den Tabellenletzten. Ich hoffe, dieses Spiel war uns eine Lektion.“

Zumal die „Drachen“ nach der deutlichen Niederlage mit nur einem Sieg auf ihrem Konto nun selbst die Rote Laterne in der Halle stehen haben. Und ganz so schnell will Wessel die Klatsche auch nicht abhaken. „Mal sehen, ob wir in dieser Woche überhaupt mit Ball trainieren“, deutete der Trainer ein paar harte Einheiten an.

Scorer: Wolf (2), Wagner (23/2 Dreier), Jörgensen (8/1), Volarevic (4), Leinhaas, Heidger (2), Trenz (6), Figgemeier (1), Arterberry (20), Grunenberg (5).

Seiffert sieht positive Dinge trotz Klatsche

75 Punkte sind gar keine schlechte Ausbeute bei einem Auswärtsspiel. Hätten die djk-Damen beim TV Hofheim nur keine 106 Zähler kassiert, sie hätten vielleicht den zweiten Saisonsieg feiern können. „Wir waren in der Defense aber immer einen Schritt zu langsam und Hofheim konnte uns in jedem System schlagen“, sagte djk-Trainer Uwe Seiffert. Trotz der deutlichen Niederlage war der „Drachen“-Coach aber nicht übermäßig enttäuscht. „Wir haben viele Dinge gut gemacht und vor allem unterm Korb sehr stark nachgesetzt. Auch wenn sich das doof anhört, aber wir waren gar nicht so weit von Hofheim entfernt.“

Hofheim sei athletischer und schneller gewesen und habe zudem extrem gut getroffen. Neun Dreier hatten die Gastgeberinnen nach 40 Minuten auf ihrem Konto. „Zudem haben wir uns mal wieder zu viele Ballverluste geleistet und schon wieder unsere vielen leichten Korbleger nicht gemacht“, ärgerte sich Seiffert, sagte aber auch: „Im Endeffekt ist es egal, ob wir mit zehn oder 30 Punkten Differenz verlieren.“ Mit Blick auf die Tabelle ist sich Seiffert sicher: „Auch wenn wir im Moment hinten drin stehen, wir werden die nötigen Siege noch holen und in der Liga bleiben. Die Qualität dazu haben wir auf jeden Fall.“

Scorer: Bendig, Duethorn (8/1 Dreier), Esser (12), Nelles (6), Otto (3), Ruhl (3), Schmitt (2), Stahl (13), von Dreusche (10), Weiß (18).