Der Stein, der den Verantwortlichen der djk Nieder-Olm vom Herzen gefallen ist, war weit über die Grenzen der Stadt zu hören: Endlich hatte es das Regionalliga-Herren-Team geschafft, ein enges Spiel für sich zu entscheiden. Einziger Wermutstropfen bleibt die verdiente Derby-Niederlage der „Drachen-Ladies“ gegen den ASC Theresianum Mainz.

„Drachen“ brechen den Bann – 79:78-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern

Oben auf: Die djk-Drachen um Jonas Heidger

Oben auf: Die djk-Drachen um Jonas Heidger

Der Bann ist gebrochen. Nach einem Basketballkrimi hat die DJK Nieder-Olm ihren ersten Saisonsieg in der Regionalliga eingefahren. Das Team von Trainer Lars Wessel besiegte vor rund 150 Zuschauern Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern 79:78 (47:41). „Gerade, weil es so ein enges Ding war, haben wir natürlich eine Menge Selbstvertrauen für die nächsten Wochen gesammelt“, freute sich Wessel. Nach zuvor vier Niederlagen konnte der Coach erstmals in Bestbesetzung antreten und hatte dazu noch Neuzugang Teddy Lavern Arterberry Junior zur Verfügung. Der amerikanische Center fügte sich direkt gut ein und sammelte viele wertvolle Rebounds sowie 14 Punkte. „TJ war sehr präsent unterm Korb und wird eine sehr gute Verstärkung für uns sein“, sagte Wessel. „Wir haben unsere großen Leute sehr gut in Szene gesetzt.“ Zudem erwischte Arne Jörgensen einen starken Tag und versenkte bei seinen 23 Punkten sechs Dreier.

Der Aufsteiger aus der Pfalz machte es den „Drachen“ aber nicht einfach. Mit seiner unangenehmen Ganzfeld-Presse störte der FCK immer wieder den Rhythmus der Nieder-Olmer. Weil Wessel mit diesem taktischen Mittel aber schon gerechnet hatte, war sein Team gut darauf eingestellt und fand oft die richtigen Lösungen. Zudem gaben die Pfälzer nie auf und ließen sich auch von Rückständen nicht beirren. „Wir haben Kaiserslautern aber auch oft durch unsere eigenen Fehler zurückkommen lassen“, ärgerte sich Wessel. „Daran müssen wir noch arbeiten.“ So blieb es bis in die letzten Sekunden spannend. Die Gäste gaben nicht auf, aber die DJK behielt die Nerven und feierte den ersehnten ersten Saisonsieg. „Mit diesem Schwung wollen wir jetzt in den nächsten Spielen da weitermachen, wo wir gegen Kaiserslautern aufgehört haben“, will Wessel das Punktekonto seiner „Drachen“ in den kommenden Wochen weiter aufstocken. Der Anfang ist gemacht.

djk Nieder-Olm: Thiel, Wolf (1), Wagner (16/1 Dreier), Jörgensen (23/6), Volarevic (6/1), Grunenberg (8), Leinhaas, Trenz, Figgemeier (4), Arterberry (14), Weis (6).

 

Nicht clever genug – „Drachen“ verlieren Derby gegen ASC II 45:53

Derbyniederlage für Svenja Weiß & Co.

Derbyniederlage für Svenja Weiß & Co.

Sie waren nahe dran, gereicht hat es am Ende aber nicht. Mit 45:53 (23:26) haben die Damen der djk Nieder-Olm das Regionalliga-Derby gegen den ASC Theresianum Mainz II verloren. Vor rund 80 Zuschauern hielt der Aufsteiger lange dagegen, musste sich aber knapp geschlagen geben. „Der ASC war einfach cleverer, erfahrener und aggressiver“, ärgerte sich djk-Trainer Uwe Seiffert, der auf Christine Stahl und Nadine Janzen verzichten musste. Das Fehlen der beiden Centerinnen machte den Gastgebern sehr zu schaffen. „Mit Christine und Nadine wären wir unter dem Korb wesentlich stärker gewesen“, sagte Seiffert. So mussten die Nieder-Olmerinnen zusehen, wie der ASC sich immer wieder unter den Körben durchsetzte.

Dabei zeigten die „Drachen“ vor allem im zweiten Viertel eine sehr gute Leistung. Nach einem 9:15-Rückstand nach dem ersten Spielabschnitt kämpfte sich das Seiffert-Team bis zur Pause auf 23:26 heran. Immer wieder führte Elisabeth Düthorn die Nieder-Olmerinnen an. Düthorn glänzte mit zwölf Punkten und war Topscorerin der djk.

Im zweiten Durchgang spielte der ASC allerdings seine komplette Erfahrung aus und fuhr seinen zweiten Saisonsieg ein. Diesen hätte die djk Nieder-Olm auch gerne gefeiert. So stehen die „Drachen“ mit einem Sieg und vier Niederlagen im Tabellenkeller. Die starken Phasen machen aber Mut.

djk Nieder-Olm: Schmitt (4), Bendig, Jelinnek (6), Düthorn (12/2 Dreier), Nelles (3), Otto (4), von Dreusche (4), Arnold, Ruhl (7/1), Esser (4), Weiß (1).