Eine gut gefüllte Heinz-Kerz-Halle, eine offensive Glanzleistung der Damen sowie Spannung pur bei den Regionalliga-Herren: Der zweite Heimspieltag der djk Nieder-Olm hatte neben dem traditionellen Zwiebelkuchen und Federweißer zu Herbstbeginn einiges zu bieten. Während sich das Damen-Team den Frust von der Seele spielte und einen 67:39 (41:20)-Erfolg feiern durfte, sitzt die Enttäuschung bei den Herren nach einer hart umkämpften Derby-Niederlage (70:76) gegen den VfL Bad Kreuznach tief.

Regionalliga-Damen vs. TV Saarlouis 67:39 (41:20)

Starke Partie von Julia von Dreusche

Starke Partie von Julia von Dreusche

Mit einer ordentlichen Packung schickten Anna Nelles & Co. die Gäste aus Saarlouis zurück auf die Heimreise Richtung Saarland. „Ich bin sehr zufrieden, das war eine gute Leistung von uns. Der Sieg, vor allem in dieser Höhe, gibt uns Selbstbewusstsein“, so Trainer Uwe Seiffert nach Spielende, der lediglich zwei unkonzentrierte Phasen seiner Truppe beobachten musste. Insgesamt spielten die „Drachen-Ladies“ die Gäste förmlich gegen die Wand: Auf eine konzentrierte Verteidigung folgten zahlreiche Schnellangriffe, die vor allem von Julia von Dreusche souverän verwertet wurden. Doch auch die Rückkehr von Leistungsträgerin Else Duethorn, die gegen Weiterstadt und Wiesbaden beruflich verhindert war, gab der Seiffert-Equipe Sicherheit und weitere Scoring-Optionen.

Lediglich Mitte des dritten Viertels ruhten sich die djk`lerinnen ein wenig zu viel aus, Saarlouis witterte Morgenluft und legte einen kurzen Zwischenspurt aufs Parkett. „Es gibt immer schwache Phase in einem Basketball-Spiel. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir bis zum Ende konzentriert waren“, so Seiffert, dessen Team in den letzten zehn Minuten lediglich drei Punkte zuließ.

Regionalliga-Herren vs. VfL Bad Kreuznach 70:76 (32:41)

In einem hart umkämpften Derby gegen die Luchse aus Bad Kreuznach müssen Benedikt Grunenberg & Co. eine bittere Niederlage einstecken. Einmal mehr müssen die Drachen sich vorwerfen lassen, sich in den entscheidenden Momenten selbst im Weg gestanden zu haben. Symptomatisch eine der Schlüsselszenen, kurz vor Spielende: Bei ausgeglichenem Spielstand zieht djk-Top-Scorer Thomas Wagner beherzt zum Korb, doch statt selbst abzuschließen sucht er den Pass auf Center Martin Weis – der Ball verspringt ins Aus. Zu uneigennützig präsentierten sich die Drachen. Im direkten Gegenzug unterläuft den Gästen ein Schrittfehler, der jedoch vom schwachen Schiedsrichter-Duo nicht geahndet wird – läuft es nicht rund, kommt eben Pech noch dazu.

„Wir können insgesamt nicht zufrieden sein. Wir haben gut verteidigt und die individuellen Stärken der Gäste größtenteils unterbunden, jedoch haben wir zu viele zweite Chancen zugelassen und einfache Korbleger verlegt“, haderte djk-Coach Lars Wessel nach Spielende der vergebenen Chance hinterher, den Drachen-Sonntag perfekt werden zu lassen.

Zwar muss man der djk-Equipe zugestehen, dass sie – bis auf eine kurze Phase- hochkonzentriert zu Werke ging und sich ein Duell auf Augenhöhe entwickelte, doch wiederholt wäre ein Erfolg auf eigenem Boden möglich gewesen. Nun stehen Lars Wessel und seine Mannen am kommenden Wochenende beim Gastspiel in Frankfurt bereits unter Zugzwang – ein Pflichtsieg, will man den Anschluss nicht frühzeitig verlieren.