Das desolate schwimmende Gebilde wird im September verschwinden.

Das desolate schwimmende Gebilde wird im September verschwinden. (Bild: Gemeinde Nierstein)

Seit Jahren ist es ein Dorn im Auge von Bürgermeister Thomas Günther und den Bürgerinnen und Bürgern von Nierstein. Die Rede ist von dem vor sich hin gammelnden Boot „Ponton I“ an der Schiffsanlegestelle in Nierstein. Jetzt endlich wurde eine Lösung gefunden die beinhaltet, dass das Boot noch im September von Nierstein weggeschleppt wird.

Behördenmarathon war nötig

Vorausgegangen war ein marathonartiger Kommunikationsverkehr in den letzten Jahren, bei dem neben der Gemeinde Nierstein auch das Ordnungsamt der VG Nierstein-Oppenheim, das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz, der Eigentümer der Schiffsanlegestelle, die Firma Viking River Cruises, und schließlich auch der Erbe des Schiffes, der allerdings unbekannt verzogen ist, mit einbezogen waren.

Runder Tisch erarbeitete Lösung für Ponton I

Am Ende seiner Geduld angelangt, berief Bürgermeister Thomas Günther für Mitte August einen runden Tisch ein. Dieser erarbeitete unter seiner Gesprächsführung mit der Firma Viking, dem Wasser- und Schifffahrtsamt und der Wasser- und Schifffahrtsdirektion als auch mit dem Ordnungsamt eine für Nierstein angemessene und so auch gewollte Lösung. Demnach wird die Firma Viking, in den nächsten Tagen den motorlosen Ponton I von Nierstein wegziehen und an einer Liegenschaft des Wasser- und Schifffahrtamtes Mannheim festmachen. Dort kann das Boot über einen bestimmten Zeitraum liegenbleiben. Viking versucht unterdessen den mit unbekanntem Aufenthaltsort verzogenen Erben des Schiffes zu ermitteln. Wenn dies erfolgreich ist, so soll mit ihm die weitere Vorgehensweise mit dem Ziel der Verschrottung des Schiffes besprochen werden.

Verschrottung des Ponton I kostet 80.000 bis 100.000 Euro

Sollte der Erbe in der vom Gesetzgeber einzuhaltenden Frist nicht ausfindig gemacht werden können, wird Viking selbst die Verschrottung beauftragen. Ein Aufwand der die Reederei alles in allem geschätzte 80.000 bis 100.000 Euro kosten wird. „Wichtig für mich ist es zu wissen und dies auch bestätigt bekommen zu haben, dass das Boot von Nierstein wegkommt“, so ein erleichterter Bürgermeister Thomas Günther. Lobenswert ist es auch, dass sich alle Beteiligten um eine Lösung bemüht haben, und diese jetzt auch gemeinsam am Runden Tisch erarbeitet haben. Nierstein lebt vom Tourismus und hat in den letzten Jahren viel Geld in den Ausbau und damit in die Aufwertung seines Rheinufers gesteckt. Das Schiffswrack ist dabei ein Schandfleck sondergleichen. Aus diesem Grund bin ich auch froh und dankbar darüber, dass jetzt endlich eine Lösung gefunden worden ist die das Schiffswrack in den nächsten Tagen weg von Nierstein bringen wird.

Text: Pressemeldung der Gemeinde Nierstein