DLRG-Mannschaft wird in Schweden Vize-Junioren-Europameister, Jessica trägt mit einem dritten Platz in Beach Flags und dem 13. Platz in 50m Retten einen entscheidenden Anteil dazu bei.

Jessica springt und übersteht Runde nach Runde ...

Jessica springt und übersteht Runde nach Runde …

Eine Silbermedaille lautete die magere Ausbeute der deutschen Beckenschwimmer bei den Olympischen Spielen in London, die vor kurzem zu Ende gegangen sind. Dass deutsche Schwimmer, genauer deutsche Junioren‐Rettungsschwimmer, mehr erreichen können, zeigten die 5 Mädchen und Jungen der Junioren‐Nationalmannschaft beiden Europameisterschaften im Rettungsschwimmen im schwedischen Jönköping. Sage und schreibe dreimal  Gold, zweimal Silber und fünfmal Bronze standen zum Anschluss der Wettkämpfe am vergangen Sonntagabend auf der Erfolgsliste der deutschen Nachwuchselite.

Simulierte Rettungsübung mit Unfallszenario

Den Medaillenreigen eröffnete das Team bei der simulierten Rettungsübung (SERC), bei der ein Unfallszenario mit 7 – 14 Unfallbeteiligten dargestellt wird und das Team aus vier Rettungsschwimmern innerhalb von zwei Minuten so vielen Menschen wie möglich helfen soll. Die Deutschen machte ihre Sache gut und belegten hinter Norwegen und den Gastgebern aus Schweden den dritten Platz.

Am Samstag ging es dann in den Pool. Bei den verschiedenen Disziplinen im Schwimmbecken verkauften sich die DLRG‐Sportlerinnen und Sportler gut. Über „100m Retten einer Puppe mit Flossen“ wurde Sophia Bauer in 1:01.03 Dritte.

Siegerin der Junioren-Europameisterschaften kam aus Belgien

Gewonnen hat Christine Burghardt aus Belgien in 1:00.57 und zweite wurde Alice Marzella (1:00.69) aus Italien.  In den übrigen Einzeldisziplinen gab es einige gute Platzierung für die Mannschaftwertung, doch kein weiteres Edelmetall. Bundestrainerin Susanne Ehling setzte auf ihre starken Staffeln. Die Herren und Damen erreichten jeweils  in der 4x50m Rettungsstaffel den dritten Platz. In der Gesamtabrechnung der Pooldisziplinen konnten die Herren mit 139 Punikten den ersten Platz zusammen mit Italien belegen. Die Damen belegten Platz 2 der dreizehn europäischen Teams. In der Nationenwertung bedeutete dies Platz zwei hinter den Italienern. Ein Rückstand von 53 Punkten war eine hohe Last für den zweiten Wettkampfabschnitt, die Disziplinen im Meer. Doch die Sportlerinnen und Sportler der Deutschen Lebens‐Rettungs‐Gesellschaft e.V. nahmen dies als besonderen Ansporn und zeigten, dass sie im Freiwasserbereich im Moment in Topform sind.

... bis zur Bronzemedaille

… bis zur Bronzemedaille

Gleich dreimal Gold gab es an diesem Tag. Für Nadine Stache und Daniel Roggenland je einmal im Board Race und Alina Riehm im Beach Flags. Hier konnte sich Jessica Maas die Bronzemedaille sichern. In der Gurtretterstaffel der Damen gab es mit Silber ebenfalls Edelmetall zu feiern.

Mit großer Spannung erwarteten die Sportlinnen und Sportler nach Abschluss aller Wettkämpfe die Veröffentlichung der Mannschaftsergebnisse. Für jede Platzierung eines Teammitgliedes gibt es in dieser Wertung Punkte, ähnlich wie bei der Formel 1. In 2011 erreichte man den dritten Platz und den galt es zu verteidigen. Doch mit insgesamt 423 Punkten reichte es sogar für den zweiten Platz und nur 20 Punkte fehlten am Ende zum obersten Podiumsplatz. Der ging wie im Vorjahr an Italien. Dritte wurden die Spanier, die 2011 noch Zweite waren.

Abschließend lobte Bundestrainerin Susanne Ehling die Leistungen ihrer Schützlinge, die die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt haben und die beweisen konnte, dass die deutschen Junioren‐ Rettungssportler in Europa an der Spitze mithalten können.