Im Rahmen einer Feierstunde bei der FAW Bingen überreichte Boehringer-Ausbildungsreferent Thomas Gauza den drei frischgebackenen Azubis ihre Ausbildungsverträge

Im Rahmen einer Feierstunde bei der FAW Bingen überreichte Boehringer-Ausbildungsreferent Thomas Gauza den drei frischgebackenen Azubis ihre Ausbildungsverträge

Auf eine fünfzehnjährige Erfolgsgeschichte können die Beteiligten des HEBA-Projekts zur „Heranführung Benachteiligter an eine Berufsausbildung“ in diesen Tagen zurückblicken. Auf eine Initiative der Unternehmen Boehringer Ingelheim Pharma KG und Schott AG Mainz und ihrer Betriebsräte wurde 1997 im Rahmen des „Solidarpaktes für Standortsicherung und Beschäftigungsförderung“ ein Projekt für nicht ausbildungsfähige und arbeitslose Jugendliche ins Leben gerufen. Später wurden noch die Unternehmen Globus Gensingen und Werner & Mertz (ERDAL) als Kooperationspartner gewonnen. Dieses Projekt wurde von September 1997 bis 2002 von der SPAZ gGmbH Mainz durchgeführt. Nach einer Ausschreibung durch die Agentur für Arbeit erhielt die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH Akademie Mainz den Zuschlag und führt das Projekt bis heute erfolgreich durch.

Verbesserung der beruflichen Handlungsfähigkeit

„Ziel des HEBA-Projekts ist die Verbesserung der beruflichen Handlungsfähigkeit sowie die Erhöhung der Eingliederungschancen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Noch nicht ausbildungsreife Jugendliche werden von der FAW intensiv sozialpädagogisch begleitet, damit sie ihre Defizite sowohl im schulischen Bereich  als auch im Bereich der Schlüsselqualifikationen abbauen. Die an der Kooperation beteiligten Unternehmen

decken den gesamten praktischen Bereich ab.“, schildert Alfred Strauß, Jugendkoordinator beim gemeinnützigen Bildungsträger FAW das Konzept der bewährten Kooperation.

„Das HEBA- Projekt beweist seit nunmehr 15 Jahren, dass „auch benachteiligte Jugendliche durch gezielte fachliche Unterstützung und intensive und individuelle sozialpädagogische Betreuung eine Ausbildungsreife erreichen und auch gehobenen Auswahlverfahren gewachsen sind. Die Teilnehmer an den verschiedensten Formen des HebA-Projektes konnten jährlich zu 80 – 98 % in eine betriebliche Ausbildung einmünden. Dies ist in erster Linie der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Betriebe und dem meist hohen Engagement der Ausbilder und Betreuer zu verdanken.“, blickt Alfred Strauß auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit, den regionalen Unternehmen und dem gemeinnützigen Bildungsträger zurück. Auch im Jubiläumjahr konnte das HEBA-Projekt wieder mehreren Jugendlichen den erfolgreichen Berufsstart ermöglichen. So fanden drei Jugendliche aus Bingen und Umgebung über das Projekt eine Ausbildungsstelle bei Boehringer Ingelheim. Im Rahmen einer Feierstunde an unserem Binger Standort übergab ihnen Ausbildungsreferent Thomas Gauza die ersehnten Ausbildungsverträge. „Das machte bei den Jugendlichen großen Eindruck und sie fühlten sich wirklich willkommen in ihrem zukünftigen Ausbildungsunternehmen“, erinnert sich FAW-Jugendkoordinator Alfred Strauß