Frühstück auf der Fahrt.

Frühstück auf der Fahrt.

Zu seinem vier-tägigen Jahresausflug ist der „Jahrgang Nierstein 1940“ vom 31. Mai bis 03. Juni 2012 nach Rinteln und ins Weserbergland gestartet. Pünktlich um 7.30 Uhr startete der komfortable vier Sterne Reisebus des Hotelunternehmens „Zum Pfingsttor“ aus Rinteln bei gutem Wetter an der Rundsporthalle. „Rechts und links der Autobahn“ so hatte Karl – Arnold Lerg seine Informationen zu einzelnen hessischen Regionen beschrieben. Der neue Frankfurter Großmarkt am Bad Homburger Autobahnkreuz, die Wetterau, der Vogelsbergkreis, die oberhessischen Fachwerkstädte (Alsfeld, Homberg-Efze und Melsungen), Baunatal mit dem VW-Werk und Kassel wurden von Lerg in ihrer historischen Entstehung, Bevölkerungsstruktur, wirtschaftlicher Bedeutung, kulturellen Eigenschaften etc. anschaulich dargestellt.

Frühstück unterwegs inklusive „Halve Hahn“

Für die erste Pause hatten die Familien Reichhardt und Lerg schon um 5.00 Uhr morgens damit begonnen, das Frühstück vorzubereiten. Es gab reichlich frische Sandwiches und „Halve Hahn“ (Kölner Nationalgericht). Der dazu passende Wein wurde von Jahrgangsmitgliedern gestiftet. Hinter Kassel haben wir die Autobahn verlassen. Die historische Altstadt von Hannovers-Münden war die erste Besichtigungsstation auf unserer Reise. Hier, am Zusammenfluss von Fulda und Werra entsteht die Weser, die von hier ab über mehr als 300 km bis Bremen und in die Nordsee fließt.

Lauter Lügengeschichten

Münchausen mit 0,5 PS.

Münchausen mit 0,5 PS.

Die nächsten Kilometer führte uns die Fahrt durchs schöne Wesertal nach Bodenwerder, der Stadt, in der der Lügenbaron von Münchhausen zu Hause war. Viele in Bronze gegossene Skulpturen erinnern an die Lügengeschichten dieses Herrn. Manchen schmunzelnden Gesichtern unserer Reisegruppe sah man an, dass sie die Lügenmärchen dieses Mannes gelesen hatten. Am späten Nachmittag kamen wir in unserem Hotel an. Nach einem Willkommensempfang hieß es Zimmer beziehen und Abendessen. Bis in den späten Abend wurden wir bestens bewirtet. „Weiß du noch …“? so fing manche Erzählung aus der Schul- und Konfirmationszeit an.

Zu Gast beim Fürsten zu Schaumburg-Lippe

Porta Westfalica.

Porta Westfalica.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt in die Residenzstadt Bückeburg. Das Weserrenaisance-Schloss der Fürsten zu Schaumburg-Lippe und die schöne Kleinstadt Bückeburg sind immer eine Reise wert. Das nächste Ziel war die Porta Westfalica. Hoch über Minden steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, dem wir einen Besuch abstatteten. Ab Minden sind wir per Schiff über das Wasserstraßenkreuz Weser / Mittellandkanal weitergefahren. Per Schachtschleuse haben wir einen Höhenunterschied zwischen Weser und Mittellandkanal von 14 Metern überwunden. Gut gelaunte 1940er aus Nierstein hatten einen kurzweiligen Abend im Hotel. Das erste Reiseziel am dritten Tag war Rinteln. Am Ende der malerischen Fußgängerzone befindet sich eine Kirche mit einer fantastischen Akustik. Ruck-zuck hatte sich aus unserer Gruppe unter Anleitung von Alice Dahlem ein 8-köpfiger gemischter Chor gebildet, der einem erstaunten fremden Publikum wunderschöne christliche Lieder zu Gehör brachte. Unsere nächsten Ziele waren die Burg Schaumburg und das Steinhuder Meer mit der Insel Wilhelmstein.

Spontaner Chor im Gottehaus.

Spontaner Chor im Gottehaus.

Zurück im Hotel hatten die Organisatoren des Ausflugs (Juliane Schmitt, Hedy Steinfurt, Walter Reichhardt, Helmut Noll, Susanne und Karl – Arnold Lerg) bei frischem aber gutem Wetter einen Sektempfang im Freien mit anschließendem üppigen kalt-warmen Buffet, das kaum Wünsche offen ließ, vorbereitet. Ein Unterhaltungsmusiker, der es verstand auf die Musikwünsche von über 70-jährigen einzugehen, sorgte für einen schönen stimmungsvollen Abend. Dazwischen wurden von den Ausflugteilnehmern kleine Geschichten, Witze und Gedichte vorgetragen.

Der Wettergott meinte es meistens gut

Irgendwann geht jeder Ausflug zu Ende. Hatte es der Wettergott bisher gut mit uns gemeint, so mussten wir bei strömendem Regen unsere Heimreise antreten. In Hameln haben wir uns nach einer Stadtführung noch bei Regen das Rattenfängerschauspiel angesehen. Danach waren wir froh, im trockenen Bus nach Hause fahren zu können. Nach einem langen verregneten Tag mit Staus auf der Autobahn waren wir gegen 19.00 Uhr in Nierstein zurück.
Bei der Familie Requardt vom Hotel „Zum Pfingsttor“ in Rinteln wollen wir uns ganz herzlich für die perfekte Betreuung bedanken. Wir haben uns dort „sauwohl“ gefühlt.

Jahrgang Nierstein 1940 on Tour.

Jahrgang Nierstein 1940 on Tour.

Trotz der widerlichen Heimfahrt war es für alle wieder ein schöner unbeschwerter Ausflug. Und wenn wir nächstes Jahr wieder verreisen, wird es Abends vermutlich wieder heißen „Weißt du noch, oder erinnerst du dich noch …“?

Hinweis: Am 04. Juli 2012 findet für den Jahrgang Nierstein 1940 eine Weinbergrundfahrt mit anschließendem gemütlichen Zusammensein statt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Sportplatz in Schwabsburg.