Vier Turnerinnen aus Rheinhessen waren am 2. Juni zum Deutschland-Cup der Turnerinnen in der KM2 nach Hösbach gereist. Mit Anna Ehleiter, Kimberly Stadtmüller und Cecilie Helling waren drei Bodenheimer Turnerinnen dabei, die TSVgg Stadecken-Elsheim wurde von Franziska Dörr vertreten. Als Kampfrichter für den RhTB waren Petra Kuhn und Mark Graff eingesetzt.

Zwei Turnerinnen pro Klasse

Jeweils zwei Turnerinnen pro Wettkampfklasse durfte der Rheinhessische Turnerbund melden. In der Altersklasse 12-13 turnte Kimberly (Jg. 2000) mit 42,05 Punkten auf Platz 21 und Cecilie (Jg. 1999) kam mit 37,35 Punkten auf den 29. Platz. Für beide war es der erste Wettkampf auf nationaler Ebene, dementsprechend war man ohne große Erwartungen angereist. Beide turnten sauber, blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten und durften letztendlich zufrieden sein, denn hier waren die jeweils 32 besten Turnerinnen der KM2 aus ganz Deutschland vertreten.

Ruhig und souverän

Anna (Jg. 1997) turnte in der Altersklasse 14-15 unspektakulär, ohne allzu große Risiken, aber gewohnt ruhig, sauber und souverän. Am Ende wurde sie mit 44,10 Punkten und einem guten Platz 16 belohnt.

Nervös und übermotiviert

Ungewohnt nervös begann dagegen Franziska ihren Wettkampf. Am Ende einer gut geturnten Bodenkür landete sie bei der 1 ½ Schraube auf dem Hosenboden und musste große Abzüge in Kauf nehmen. Den Tsukahara beim Sprung meisterte sie dagegen sehr ordentlich und wurde mit einer der höchsten Sprungwertungen belohnt. Auch der Stufenbarren lief recht gut, denn auch hier konnte sie eine hohe Wertung erzielen. Nach drei Geräten hatte sie den Patzer vom Boden schon wettgemacht und ein Platz in Treppchennähe war greifbar. Dann der „Zitterbalken“ als letzes Gerät. Leider kam bei Franzi erneut Nervosität auf. Sie wollte es einfach zu gut machen und musste leider zwei Mal den Balken verlassen – u.a. bei ihrer Höchstschwierigkeit, dem Salto rückwärts auf dem 10 cm schmalen Gerät. Der hohe Punktabzug warf sie mit 43,40 Punkten auf Platz 21 zurück. Ohne die zwei Absteiger hätte es für das Treppchen gereicht. So bleibt nach dem Trocknen der Tränen nur die Erkenntnis, dass man selbst aus einem verpatzten Wettkampf für die Zukunft noch etwas lernen kann. Und am Ende hatten alle auch wieder ihr Lachen gefunden.