Ohne das wertvolle Engagegement von Partnern, Freunden und Förderern ist ein ehrenamtlich geführter Sportverein kaum noch denkbar. Zwischen Alexander Mylonas,Managing Director von SUBWAY Sandwiches, und der djk Nieder-Olm hat sich eine tolle Partnerschaft entwickelt. Grund genug, den „Basketball-Verrückten“, sein Unternehmen und die Kooperation mit den Selztal-Basketballern etwas näher zu betrachten. Sportjournalist Marcel Friederich (u.a. ZDF Sport, AZ Mainz, SportBild, Parkettgeschichten) hat Mylonas und djk-Abteilungsleiter Sven Labenz zum Gespräch gebeten.

Greift selbst zum  Basketball

Alexander Mylonas, Managing Director bei SUBWAY Sandwiches

Alexander Mylonas, Managing Director bei SUBWAY Sandwiches

Regelmäßig greift Alexander Mylonas selbst noch zum Basketball. Es ist zwar „nur“ bei der vierten Herren-Mannschaft der djk Nieder-Olm. Aber immerhin, zumindest bleibt man fit und munter. „Allerdings muss ich gestehen, dass bei uns Veteranen der Kasten Bier im Anschluss fast wichtiger ist als das Training an sich“, sagt der 40-Jährige mit einem Augenzwinkern. Stattdessen hat für ihn die Unterstützung und Förderung des Basketball-Nachwuchses eine umso größere Bedeutung.

Basketball-Verrückter lebt in Nieder-Olm

Seit mittlerweile elf Jahren lebt Alexander Mylonas, der sich selbst als „Basketball-Verrückter“ bezeichnet, im rheinhessischen Nieder-Olm. Geboren wurde er in Serbien, dem Herkunftsland seiner Mutter, ehe die gesamte Familie zum Vater nach Athen, die Hauptstadt Griechenlands, umzog. Danach ging Mylonas in die USA, ermöglicht durch ein Stipendium, das er aufgrund seines Basketball-Talents erhalten hatte. Zunächst war er auf der High School in Pennsylvania, danach ging es ans College nach Hawaii.

„Ich bin in meinem Leben schon viel herumgekommen“, lacht Mylonas, der im Anschluss an sein Studium nach Deutschland ging. Hier arbeitet er nun im Management der amerikanischen Fast-Food-Kette SUBWAY, sein Büro hat er in Mainz. Zwölf Restaurants in ganz Deutschland führt er eigenständig. Zudem ist er für die Betreuung von 71 weiteren Restaurants in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Luxemburg zuständig. Dank seinem großen Engagement ist zwischen SUBWAY und der djk Nieder-Olm eine ganz enge Partnerschaft entstanden, wovon besonders die Nachwuchs-Basketballer profitieren. Seit einem knapp zweihalben Jahren ist SUBWAY sogar Hauptsponsor des Vereins.

„Alexander Mylonas ist für unseren Verein ein großer Glücksfall“, sagt djk-Abteilungsleiter Sven Labenz. Schließlich habe man innerhalb kurzer Zeit verschiedene gemeinsame Projekte ins Leben rufen können. Zuletzt sponserte Mylonas ein U12-Turnier, wo jeder Spieler eigene Medaillen und Pokale erhielt. „Für die Motivation der Kids war das eine großartige Sache, weil es solche Preise sonst nie gibt“, sagt Labenz. Weitere Turniere dieser Art sind in Planung.

„Kinder sollen sich bewegen“

Die wohl wichtigste Aktion, die Mylonas mit betreut und sponsert, ist das neue Schulprojekt der djk „Wir bringen dich groß raus!“. Dieses umfasst die Grundschulen der Verbandsgemeinde Nieder-Olm sowie der Region Wörrstadt/Alzey. Als ersten Schritt bietet die djk einen kostenfreien „Basketball-Schnuppertag“ für interessierte Schulen an. Mittelfristig soll an jeder Grundschule der Region eine Basketball-AG etabliert werden. Langfristig ist sogar eine eigene Basketball-Grundschulliga geplant.

Freuen sich über das Engagement von Alex Mylonas: Die U12-Kids der djk

Freuen sich über das Engagement von Alex Mylonas: Die U12-Kids der djk

„Mit meiner Unterstützung will ich dazu beitragen, dass die Kids nicht vor der Play-Station oder vor dem Fernseher sitzen, sondern in die Halle gehen und sich bewegen“, sagt Mylonas, der selbst einen Sohn hat. Der neunjährige Nicki spielt ebenfalls Basketball in Nieder-Olm und gehört zu den größten Talenten der Region. Er trainierte bereits in den Feriencamps der NBA-Stars Dwight Howard und Dwyane Wade. Übrigens: Mylonas Bruder, Miroslav Pecarski, ist einer der bekanntesten serbischen Basketballer überhaupt. Mit Partizan Belgrad gewann er 1988 den Korac Cup, mit Panathinaikos Athen 1996 sogar die Euroleague.

Bleibt am Ende nur eine Frage: Wie passt es zusammen, dass eine Fast-Food-Kette reinen Gewissens als Förderer des Sports fungiert? „Wir sind ja nicht wie andere Fast-Food Anbieter, wo es nur Hamburger und Pommes gibt“, sagt Mylonas. Stattdessen sei SUBWAY eine „gesunde Alternative im Fast-Food-Bereich, weil es bei uns frische und gesund belegte Sandwiches gibt“. Aus diesem Grund, lacht Mylonas, „habe ich beim Basketball-Sponsoring definitiv ein reines Gewissen“.

Interview & Text: Marcel Friederich