Die djk Nieder-Olm wird in der kommenden Spielzeit mit zwei Teams in der Regionalliga Südwest/Nord auf Korbjagd gehen: Während das Damen-1-Team den Aufstieg durch die Meisterschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar erreichte, trübte der gleichzeitige Abstieg der Herren-Mannschaft zunächst das sonst so erfolgreiche Abschneiden der Drachen. Durch den, aus personellen Gründen, erfolgten Rückzug von Ligakonkurrent ATSV Saarbrücken gelingt der Equipe von Lars Wessel nachträglich der Klassenerhalt. Neben den Saarländern muss der TV Kirchheimbolanden den bitteren Gang in die Oberliga antreten.

Überraschender Anruf

Fester Bestandteil der Regionalliga-Herren: djk-Talent Jonas Benner

Fester Bestandteil der Regionalliga-Herren: djk-Talent Jonas Benner

Unverhofft kommt eben oft. Eigentlich hatten sich die djk-Basketballer nach dem Abstieg aus der Zweiten Regionalliga geistig schon auf eine Saison in der Oberliga vorbereitet – bis am Dienstagabend das Telefon von Abteilungsleiter Sven Labenz klingelte. Am anderen Ende der Leitung: ein Vertreter des Basketballverbandes Rheinland-Pfalz. Der Grund des Anrufes: Der ATSV Saarbrücken, Dritter der vergangenen Saison, zieht seine Mannschaft aus der Regionalliga zurück und die Drachen können den freien Platz in Anspruch nehmen. Dann ging alles ganz schnell.

In der Regionallige am Start

Labenz setzte sich am gestrigen Mittwoch umgehend mit dem Vorstand, den Spielern und Trainer Lars Wessel zusammen und beschloss: „Wir werden diese überraschende Chance nutzen und in der Regionalliga an den Start gehen.“ Weil die Sponsoren, u.a. die EWR AG sowie SUBWAY Sandwiches, den „Drachen“ schon früh ihre Zusagen gaben, „ist es uns nicht schwergefallen, für die Regionalliga zu melden“, sagte Labenz, der sich über die unkomplizierte Entscheidung freut und die späte Gewissheit über die Ligazugehörigkeit nicht unbedingt als Nachteil sieht. „Ich glaube sogar, dass wir als Verein attraktiver geworden sind, gerade weil wir jetzt nicht Oberliga, sondern Regionalliga spielen.“ Um eine ähnliche Spielzeit wie zuletzt zu vermeiden, „müssen wir alle aus unseren Fehlern lernen und einige Dinge besser machen“, betont Labenz. In den nächsten Wochen wollen sich die Verantwortlichen der „Drachen“ zusammensetzen und sich Gedanken um den Kader machen.

Überraschung und Chance

„Diese Situation ist eine große Überraschung, aber auch eine Chance für uns. Wir können zeigen, dass wir eine Mannschaft mit Regionalligaformat haben“, freute sich Trainer Lars Wessel über den Klassenerhalt im Nachsitzen. Mit Ray Wolf, Jonas Benner, Mario Volarevic, Arne Jörgensen, Kai Figgemeier und Kapitän Benedikt Grunenberg haben bereits sechs Spieler ihre Zusage für eine weitere Saison im djk-Trikot gegeben.

„Zudem werden wir jetzt einige Namen in den Ring werfen und unser Team mit frischem Blut verstärken, um eine schlagkräftige Truppe zu formen“, kündigte Labenz an. Außerdem sollen neben den Talenten Wolf und Benner weitere Nachwuchskräfte an das Regionalligateam herangeführt werden. „Da wir sowohl mit den Damen als auch den Herren in der Regionalliga spielen, können wir unseren Jugendlichen langfristig auch eine gute Perspektive bieten, um sich zu entwickeln“, so Labenz. Der Aufschwung der djk geht also weiter.

Doppelte Freude für Cheftrainer

Für Cheftrainer Lars Wessel war es sogar eine doppelte Freude: Schließlich feierte der Basketball-Lehrer am vergangenen Dienstag seinen 31. Geburtstag und rechnete am späten Abend zunächst mit einem nicht ganz ernst gemeinten Anrufs seines Abteilungsleiters und durfte sich im Nachhinein vielleicht über das schönste Geschenk zu seinem Wiegenfeste freuen.