Pfeilschnell wie ein Kugelblitz, von einigen neutalen Beobachtern bereits als Geheimfavorit eingestuft und grundsolide wie ein VW Golf: Lars Wessel läuft und läuft und läuft. Unverkennbar im djk Nieder-Olm-Longsleeve läuft der Basketball-Trainer der Nieder-Olmer Korbjäger beim Novo Nordisk Gutenberg Marathon der Stadt Mainz eine sehr gute Zeit von 2 Stunden und 20 Sekunden – Hut ab!

Gute Laune: djk-Trainer Lars Wessel

Gute Laune: djk-Trainer Lars Wessel

In einer feucht-fröhlichen Grilllaune hatte Wessel am vergangenen Wochenende mit seiner Regionalliga-Mannschaft gewettet, dass er das Laufereignis der Landeshauptstadt untrainiert absolvieren wird. Gesagt, getan: Wir berichteten bereits über “The Will to Act!” und diverse Vergleiche mit der fiktiven Blockbuster-Fledermaus Bruce Wayne. Nun gab es also keinen Weg zurück – nach einem medizinischen Check-Up entschied sich Wessel für die halbe Distanz (immerhin 21,1 km!). Genügend Pasta gefuttert, die Schuhe auf dem Boden der Wohngemeinschaft in der Mainzer Kaiserstraße eingelaufen und die so wichtige mentale Vorbereitung gestartet. Der dunkle Ritter war bereit!

Nach zwei Stunden überquerte der djk-Jugendtrainer die Ziellinie. Erschöpft? Am Ende? In jedem Fall lässig. „War doch kein Problem“, lächelte er leicht mitgenommen. „Ab dem ersten Kilometer hatte ich mit den Knochen Probleme, habe aber den Kampf angenommen. Als ich dann drin war, lief es.” The Will to Act also. Und noch dazu für den guten Zweck der djk-Jugend: Gut finden die Aktion von Wessel nämlich auch Vereinsvorsitzender Ralf Winkler und djk-Abteilungsleiter Sven Labenz. Der Einsatz wurde mit 10,00 € pro gelaufenen Kilometer für das Nachwuchsprogramm der Nieder-Olmer Basketballer belohnt.”Hut ab, das hätten wir alle nicht gedacht”, bilanzierten die Vereinsverantwortlichen, die – genau wie das Herren-1-Team- an der Strecke lautstark anfeuerten. Echter Teamzusammenhalt eben.

Von den schmerzenden Knien lässt sich also absehen, schließlich erntet der “geborene Langstreckenläufer” ab sofort viel Schulterklopfen – verdientermaßen. Doch spätestens als Marathon-Sieger Silas Toeki nach 42,2 Kilometern und 2:12:17 Stunden ins Ziel kam, war Wessel wieder der Alte: „Und nächstes Jahr komme ich vor ihm ins Ziel.“ Das nächste Versprechen. Wir kommen darauf zurück – ganz sicher.