Egid Rüger bei der Ansprache.

Egid Rüger bei der Ansprache.

Im Jahr 2007 konnte das Jubiläum „750 Jahre Niersteiner Schloss Schwabsburg“ gefeiert werden. Heute, im Jahr 2012, feiern wir den Abschluss der Renovierungs- und Sanierungsarbeiten am Schlossturm. Bereits 1998 wurden die ersten Gespräche mit der Landesdenkmalpflege geführt, um die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten auf den Weg zu bringen. Eine Auflistung der Maßnahmen wurde den Behörden vorgelegt, die im Ergebnis alle berücksichtigt worden sind. Die Kommunikation und die Treffen vor Ort zwischen der Verwaltung und den zuständigen Behörden waren so fruchtbar, dass das Innenministerium und die Generaldirektion Kulturelles Erbe einer Renovierung des Turms auf deren Kosten zugestimmt haben.

Im Jahr 2009 begannen die Arbeiten am Schlossturm

Nach der Ausschreibung im Jahr 2008 begannen im Herbst 2009 die Arbeiten. Im Spätjahr 2011 waren die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten abgeschlossen, sodann am 28. April im Beisein der Herren Staatssekretär Dr. Salvatore Barbaro vom Finanzministerium und Thomas Metz, dem Leiter der Generaldirektion Kulturelles Erbe der Turm seiner Bestimmung und den Bürgerinnen und Bürgern von Schwabsburg wieder symbolisch übergeben werden konnte.

Eine Millionen Euro Aufwand für den Schlossturm

Bei dem finanziellen Aufwand in Höhe von ca. 1. Million Euro, welcher vom Finanzministerium des Landes Rheinland-Pfalz und von der Generaldirektion Kulturelles Erbe aufgebracht wurde, wurde die gesamte Außenfassade den Auflagen der Landesdenkmalpflege entsprechend gereinigt und neu verfugt. Mehr als 400 Steine wurden ausgetauscht. Umfangreiche Reparaturmaßnahmen am Mauerwerk wurden ausgeführt. Die Innenbeleuchtung wurde neu konzipiert und gegen Vandalismus geschützt. Der Einstieg in den Turm wurde erneuert, sowie lose Teile im Inneren des Turms entfernt. Die Plattform wurde runderneuert und versiegelt. Ein Fallrohr, welches im Inneren des Turms verläuft, ermöglicht den Ablauf des Regenwassers. Damit die Besucher bei der Besteigung des Turms, welches ab Anfang Mai wieder möglich sein wird, auf dem Plateau gesichert sind, wurde auch das alte Geländer rund um die Turmspitze entfernt und gegen ein neues ausgetauscht.

Dank an alle Beteiligten

Der Schlossturm in seiner Pracht, wie er über Schwabsburg wacht.

Der Schlossturm in seiner Pracht, wie er über Schwabsburg wacht.

Vor diesem Hintergrund brachte der Bürgermeister der Gemeinde Nierstein, Thomas Günther, sein ganz besonderes Dankeschön gegenüber dem Ministerium und der Generaldirektion zum Ausdruck. „Wir sind froh über die guten und konstruktiven Gespräche die wir mit beiden Behörden geführt haben“, so Günther“ „Bei all unseren Gesprächspartnern sind wir auf offene Ohren gestoßen, und wurde unser Ansinnen positiv aufgenommen. Das Ergebnis ist der wunderbar sanierte und restaurierte Schlossturm, dessen Erscheinungsbild auch in den nächsten Jahrzehnten Schwabsburg prägen wird und das Wahrzeichen der Staufergemeinde sein wird“. In ihren Grußworten brachten Staatssekretär Barbaro und Generaldirektor Metz gleichfalls ihr Lob zu den ausgeführten Restaurierungsarbeiten zum Ausdruck. Kultur und Kulturgüter wie der Schlossturm gelte es auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und zu pflegen. Daher sei jeder Cent der in das Projekt mit eingeflossen sei sinnvoll und richtig angelegt. Dies bekräftigten auch die Herren Ortsvorsteher Erik Zimmermann und Beigeordneter Egid Rüger.

300 Besucher bei der Einweihung des Schlussturms

Den Rahmen für die feierliche Schlossturmeinweihung vor circa 300 Besuchern gestalteten die Kinder vom Schwabsburger Schlosskindergarten, die Tanzgruppe der Schwabsburger Landfrauen, die Tanzgruppen vom TV 03 Schwabsburg „Rainbow“ und „Moonlight“ und der MGV Schwabsburg mit seinem Schlossturmlied. Für einen Imbiss und Getränke sorgte die Verwaltung der Gemeinde Nierstein dessen Ausgabe dankenswerter Weise die Schwabsburger Landfrauen und der Helferkreis des Schwabsburger Kinderkleiderbasars um Frau Lucia Schenk übernahm.

Quelle: Pressemeldung der Gemeinde Nierstein.