Landrat Claus Schick (Bild: Kreisverwaltung)

Landrat Claus Schick (Bild: Kreisverwaltung)

Von 2007 bis 2010 hatte der Landkreis Mainz-Bingen ein Programm zur Ehrenamtsförderung aufgelegt. Dabei konnten Vereine und ehrenamtliche Initiativen im Landkreis Fördermittel in Höhe von maximal 50.000 Euro beantragen, um Projekte realisieren zu können, die sonst nicht möglich wären. Mit dieser Ehrenamtsförderung wurden sehr viele tolle kleine aber auch große Projekte realisiert. In diesem Jahr hat der Landkreis Mainz-Bingen die Ehrenamtsförderung wieder neu aufgelegt. Wir-in-Rheinhessen sprach mit Landrat Claus Schick über die Fortsetzung dieser Förderung.

Wir-in-Rheinhessen: Die erste Ehrenamtsförderung hat ja sehr viel bewegt und tolle Projekte ermöglicht. Welches Projekt oder welche Projekte waren für Sie besonders beeindruckend?

Landrat Claus Schick: Da vermag ich keines der vielen Projekte herausstellen. Es hat immer unheimlich viel Spaß gemacht zu erleben, wie engagiert sich die Menschen vor Ort für ihren Verein, Kindergarten oder eine andere Einrichtung in der Gemeinde eingesetzt haben. Das waren mal größere, mal kleinere Sachen, bei denen wir mithelfen konnten, sie zu verwirklichen. Eines aber hatten alle gemeinsam: Es steckte viel Herzblut drin.

Wir-in-Rheinhessen: Herr Schick, auf welchen Zeitraum ist die neue Ehrenamtsförderung angelegt, wieder auf drei Jahre?

Landrat Claus Schick: Nein, die Ehrenamtsförderung ist zunächst mal auf ein Jahr ausgelegt, mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro. Ob wir das auch im kommenden Jahr machen können, müssen wir sehen.

Wir-in-Rheinhessen: Hat sich etwas im Verfahren der Beantragung geändert, oder können ehrenamtliche Vereine und Initiativen wieder über ihre jeweilige Kommune den Antrag einreichen?

Landrat Claus Schick: Die Höhe der Unterstützung der Projekte richtet sich nach der jeweiligen Finanzkraft der Kommune und ist für dieses Jahr mit 50, 65 und 75 Prozent der Gesamtkosten gestaffelt. Das Gesamtvolumen ist auf je 20.000 Euro beschränkt, um die Förderung möglichst breit streuen zu können. Die Anträge werden wieder, das hat sich so bewährt, über die jeweilige Gemeinde bei uns eingereicht.

Wir-in-Rheinhessen: Wie sind die Rahmenbedingungen, die ein Verein erfüllen muss, um förderwürdig zu sein?

Landrat Claus Schick: Der Verein muss seinen Sitz im Landkreis Mainz-Bingen haben. Der Förderschwerpunkt wird auf investive Maßnahmen mit entsprechender Dauerhaftigkeit gesetzt. Interessierte Vereine können alle Informationen auf unserer Homepage unter www.mainz-bingen.de abrufen oder sich bei der Kommunalaufsicht unter den Telefonnummern 06132/787-5200 bis 5203, E-Mail: kommunalauf-sicht@mainz-bingen.de informieren.

Wir-in-Rheinhessen: Neu ist die Förderung Umwandlung von Tennensportplätzen in Rasenplätze. Wie groß ist hier der Bedarf im Landkreis und werden auch Plätze in kommunaler Trägerschaft gefördert, oder nur solche, die Vereinen gehören?

Landrat Claus Schick: Im Landkreis kommen cicra zwölf Tennenplätze in Betracht. Förderfähig ist die Umwandlung vorhandener Tennenplätze, die sich im Vereins- oder Gemeindeeigentum befinden.

Wir-in-Rheinhessen: Gibt es dabei eine Begrenzung der Anzahl der geförderten Sportplätze?

Landrat Claus Schick: Die Grenze wird durch die zur Verfügung stehenden Fördermittel gesetzt. Für die Sportstättenförderung sind Fördermittel in Höhe von insgesamt 500.000 € vorgesehen, wobei bis zu 100.000 € je Antragsteller gewährt werden können.