Donnerstag, Juli 9

JA zu FRA!

Ja zu Fra!
Ja zu Fra!

Und es zeichnet sich klar ein Bild ab: Zwar sind die Fluglärm-Gegner scheinbar noch in der Überzahl, doch es gibt auch Befürworter des Flughafen-Ausbau. Wie viele genau, dass wird sich bei der Demonstration am Donnerstag den 1. März 2012 zeigen. Dann treffen sich die JA zu FRA! Aktivisten um 16:00 Uhr auf dem Römerberg in Frankfurt zur ersten Gegendemonstration.

Die bisher einzige Erscheinungsform der neuen Bewegung ist eine kleine Webseite, http://ja-zu-fra.org/ auf welcher einige Informationen zur JA zu FRA! Initiative zu finden sind. Leider ist die Position hier nicht klar definiert. So wird zwar erläutert, dass man für „eine differenzierte und sachliche Diskussion ein[tritt], um die Zukunft des Frankfurter Flughafens auch weiterhin zu sichern.„, eine klare Stellungnahme zu Kernthemen wie dem Nachtflugverbot fehlt jedoch gänzlich.

Der Vorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Dr. Christoph Franz erklärt auf der Webseite: „Die Bedeutung des Frankfurter Flughafens für den Wohlstand und die Innovationskraft des Rhein-Main Gebiets und ganz Deutschland muss in der gegenwärtigen Diskussion wieder stärker heraus gestellt werden

7 Comments

  • Bernward Clausing

    Diese „Gegenbewegung“ ist nicht „entstanden“.
    Sie ist künstlich ins Leben gerufen worden.
    Das ist ein himmelweiter Unterschied.
    Aus eigenem Antrieb scheint keine einziger Mitarbeiter von Fraport, Lufthansa und Condor auf die Idee zu kommen, eine solche Initiative zu gründen.
    Warum wohl?

    Bernward Clausing
    Dipl.-Ing. (FH)

  • Gegen Beeinflussung von Medien

    Diese Bewegung wird von der Agentur Burson-Marsteller geleitet, eine Agentur, die dafür bekannt ist, dass sie im Auftrag von Großunternehmen Propaganda im Zusammenhang mit umweltzerstörerischen und gesundheitsschädlichen Projekten und Techniken betreibt. Gerne täuscht man dabei eine spontane Bewegung vor.

    Fakt ist, Burson-Marsteller hat u.a. folgende Auftraggeber beraten:

    Union Carbide nach dem Chemieunfall in Bhopal, bei dem bis heute mehr als 20.000 Menschen starben
    AKW Hersteller Babcock & Wilcox nach der Beinahe-Katastrophe in Three Mile Island
    Atomwirtschaft in der Schweiz mit Werbung für alte und neue Atomkraftwerke
    Hervorgetan hat sich Burson-Marsteller außerdem auch mit der Beratung der argentinischen Militärjunta und dem rumänischen Diktator Ceausescu.

    weitere Infos
    http://de.wikipedia.org/wiki/Burson-Marsteller

  • Kerstin Roenspieß

    Das Interessante hieran ist aber ja, dass „Ja zu FRA“ nicht wie man uns glauben machen möchte, dem Bedürfnis der Angestellten zu einer klaren Positionierung zu ihrem Arbeitgeber entsprungen ist, sondern eine absolut strukturierte und organisierte Bewegung ist – eine sog. Graswurzel-Bewegung. Und dahinter steckt niemand anders als die „PR-Agentur der Hölle“ – Burson-Marsteller, eine amerikanisch-stämmige PR-Agentur mit Niederlassungen in der ganzen Welt.
    Ihre Referenzliste liest sich wie das Who-is-Who der Menschenrechtsverletzungen und noch schlimmer:

    – man beriet das Ceaucsescu-Regime, um den Diktator rein zu waschen
    – man beriet das nigerianische Regime zu Zeiten des Biafra-Krieges
    – man beriet die argentinische Militär-Junta
    – man war mit im Spiel, als Facebook im vergangenen Jahr eine Schmutzkampagne gegen Google durchführte
    – auch das umstrittene US-amerikanische Unternehmen Monsanto (ein börsennotiertes Unternehmen, das Saatgut und Herbizide und seit Ender 90-er Jahre auch auch Biotechnologien zur Erzeugung von gentechnisch veränderten Feldfrüchten etc. – bei Wikipedia gibt es einen eindrucksvollen Eintrag zu den Verstrickungen dieses Unternehmens) wurde von Burson-Marsteller beraten.

    Und in genau diese Kundenliste reihen sich jetzt nahtlos Fraport, Lufthansa und Konsorten ein.
    Bravo, Fraport – welch Offenbarungseid!

  • Von der Definition her ist es eben KEINE Graswurzelbewegung. Der Grassroot-Gedanke besagt ja, dass die Initiative von unten, also von der Bevölkerung ausgeht und voran getrieben wird. Eine Lobby-Organisation mag vielleicht versuchen, dem ganzen den Anstrich einer Graswurzel-Bewegung zu geben, aber es ist und bleibt eine gesteuerte Lobby-Kampagne.

    Übrigens, die Grundidee hinter Wir-in-Rheinhessen ist der „Grassroot-Journalism“.

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Prima. es hat geklappt. :-)

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