Die Polizei informiert.

Die Polizei informiert.

Tatzeit: Montag, 13. Februar, 14:55 Uhr – Beinahe wäre eine 83-jährige Seniorin Opfer von einem dreisten Trickdieb geworden.

Der unbekannte Täter hatte sich gestern Mittag Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus in der Heinrich-von-Gagern-Straße verschafft und klingelte bei der 83-Jährigen.

Der Trickdieb erfragte geschickt ein paar persönliche Daten und gab sich dann als Neffe „Hans-Peter“ aus. Er gab weiterhin an, dass er gerade in Mainz sei um ein Auto zu kaufen. Das Geld dafür habe er in bar dabei und würde es gerne für eine Woche bei der 83-Jährigen deponieren. Hierbei versuchte der Täter geschickt Informationen zu bekommen, wo die Seniorin ihr Bargeld und Schmuck im Hause verwahrt. Als diese entgegnete, sie habe weder Schmuck noch Bargeld im Haus, verließ der angebliche Neffe wieder die Wohnung und gab an, das Geld auf der Bank einzuzahlen.

Der 83-Jährigen kam die ganze Situation im Nachhinein suspekt vor und rief ihren Sohn an, der schnell klären konnte, dass es sich bei dem Unbekannten nicht um den Neffen handelte.

Täterbeschreibung:

Der Trickdieb ist circa 35 bis 45 Jahre, 180 cm groß, kräftige, muskulöse Statur, rundes, volles Gesicht, Brillenträger, sprach akzentfrei deutsch, graue Mütze, dunkelgrauer hüftlanger Anorak.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Mainz, Telefon: 06131-653633.

Kriminaldirektion Mainz
Valenciaplatz 2
55118 Mainz
Telefon: 06131/65-0

Quelle: Pressemeldung der Polizei Mainz.

Trickdiebstahl ist als „Enkeltrick“ bekannt

Die von der Polize Mainz hier geschilderte Betrugsmasche ist als Enkeltrick oder Neffentrick bekannt. Darunter wird ein betrügerisches Vorgehen verstanden, bei dem sich ein Trickdieb meist gegenüber älteren und/oder hilflosen Personen als deren nahe Verwandte ausgeben, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an deren Bargeld oder sonstige Wertgegenstände zu gelangen. Oft genug sind es keine Einzeltäter, sondern organisierte Banden, die mit dieser Masche in einer Region möglicht viele Opfer herein legen wollen. Sobald das ganze öffentlicht wird, zieht die Bande dann in eine andere Region weiter und beginnt von vorn. Oft genug rufen die Täter auch zuvor an und versuchen Vertrauen zu erschleichen, damit der Besuch des vermeintlichen Enkels oder Neffen erwartet wird.