Mit dem Weltall als Thema begeisterte der MKV 1996 auf seiner Sitzung das närrische Publikum.

Mit dem Weltall als Thema begeisterte der MKV 1996 auf seiner Sitzung das närrische Publikum.

Mommenheim, Samstag der 4. Februar um 19:11 Uhr. In der Gemeindehalle startet ein Raumschiff ins Narriversum: Laut und rhythmisch nahm die Sitzung des Mommenheimer Karneval Verein 1996 dank des örtlichen Spielmannszuges ihren Anfang. Unter dem diesjährigen Motto „Das ganze Weltall heute lacht, beim MKV zur Fassenacht“ startete das närrische Raumschiff in den vierfarbbunten Orbit. Den Auftakt bildete eine Tanzdarbietung der jüngsten. Und erlebten viele stolze Papas die Tanzshow des Kinderballets „Die MKV Strolche“ durch den Sucher ihrer Foto- und Videokameras. Die quirlige Truppe unter der Leitung von Nicole Jud brachte unter dem Jubel des Publikums das Motto „Eisbären“ tänzerisch auf die Bühne. Melanie Scheele berichtete dem Publikum als Krankenschwester, wie sie das gesamte Komitee verarztet und für die Sitzung fit gemacht hat und betonte: „Betrachtete mir mit Kennerblick die Helde, bei mir hat vun dene keiner was zu melde.“

MKV 1996 bietet Stimmung mit den singenden Kellermeistern

Die siengenden Kellermeister.

Die siengenden Kellermeister.

Ulla Niemann und Siegfried Herrgesell mit ihren Fliegerlied.

Ulla Niemann und Siegfried Herrgesell mit ihren Fliegerlied.

Mit den singenden Kellermeistern und ihrer stimmgewaltigen Apréski-Party erreichte das erste Drittel der Sitzung seinen Höhepunkt. Bei bekannten Schlagerkrachern wie „Komm hol das Lasso raus“ oder dem textlich auf die fünfte Jahreszeit angepassten „Ein Stern am Narrenhimmel steht“, tobte der ganze Saal.

Im zweiten Drittel heizten Ulla Niemann und Siegfried Herrgesell als Stimmungsduo „Ulla und Siggi“ dem Publikum mächtig ein und sorgten unter anderem mit ihrem beliebten „Fliegerlied“ für richtig Bewegung im Saal. Auch Bürgermeister Hans-Peter Broock hielt es nicht mehr auf dem Stuhl.

Teuflisch gute Vorträge beim MKV 1996

Luzifer Thomas Schleicher berichtet von Höllenqualen.

Luzifer Thomas Schleicher berichtet von Höllenqualen.

Luzifer höchst persönlich erstürmte in der Gestalt von MKV-Vorsitzendem Thomas Schleicher die Bühne. Doch dem leidgeprüften Belzebub ergeht es wie vielen Männern. Seine Frau macht ihm das Leben in der Hölle zur Hölle. Das dem Teufel sein hitziger Job keinen Spaß mehr macht, wenn die Gemahlin selbst beim Fegerfeuer Feuermelder aufhängt und binnen anderthalb Tagen elfmal die Feuerwehr im Vorhof der Hölle anrückt, liegt auf der Hand.

Mathias Gall macht den Moonwalk.

Mathias Gall macht den Moonwalk.

Einen Vortrag der anderen Art bot Mathias Gall, denn er präsentierte die sechs Punkte für eine gelungene Fastnachtssitzung in bester Singer-Songwriter-Manier mit der Gitarre. Als er auch noch Michael Jacksons berühmten Moonwalk in Perfektion auf der Bühne zelebrierte, tobte das Publikum vor Begeisterung, um danach die Hymne von Bruce Springsteen „Born in Mommenheim“ begeistert mit zu singen. Mathias Gall ist Musiker und Konponist und hat auch schon ein Musikel für die  Theatergruppe für den Gesangverein Liederkranz Mommenheim geschrieben.

Als Atronauten besangen Thomas Schleicher und Rainer Kilian zur bekannten Melodie von „Mir sind die Tramps aus de Palz“ ihre Erlebnisse beim Besuch auf der Erde. Schnell sang das Publikum mit: „Mir sind die zwaa, zwaa, zwaa von Terra X“.

Ehrung für Manfred Schmitt.

Ehrung für Manfred Schmitt.

[contentbox headline=“Ehrung für elf Jahre als Sitzungspräsident“ type=“normal“]Kaum wollte Manfred Schmitt dem Publikum in der gut gefüllten Mommenheimer Gemeindehalle einen weiteren Programmpunkt ankündigen, da gab es den Sitzungspräsident unverhofft eine Sitzungsunterbrechung, die nicht in seinem Regieplan stand. Denn für den MKV und im Auftrag des Komitees ehrte Melanie Scheele ihn für seine elf Jahre Engagement und Bühneneinsatz als Sitzungspräsident des MKV 1996. Sie überreichte ihm eine Schärpe und einen gut bgefüllten Fresskorb. Der sichtliche überraschte Schmitt freute sich über die Auszeichnung.[/contentbox]

Ballettshows von Dorfgazelle bis Rockerbande

Der KCU begeisterte nicht nur mit den "Leuchtfrisuren"

Der KCU begeisterte nicht nur mit den "Leuchtfrisuren"

Heute ist die Fastnacht nicht mehr ohne Balletts und Showtanz denkbar. So entfachte das Damenballett des KCU Undenheim als fesche Rockerbräute hardgerockte Stimmung auf der Bühne. Faszinierend waren ihre Kostüme, denn die schwarzen Mähnen auf den Köpfen waren mit kleinen Lampen durchwoben und machten den Tanz zum Lichterspektakel. Auch die „Crazy Diamonds“, das von Nicole Jud trainierte Jugendballett des MKV, begeisterte mit der tanzenden Unterwasserwelt. Gefeiert wurden auch die Mummerummer Dorfgazellen, das Männerballett des MKV 1996, das von Corinna Kilian trainiert wird.

Komitee-Stadel des MKV 1996 als krönender Abschluss

Ganz schön blau...

Ganz schön blau...

Den krönenden Abschluss bildete wie erstmals im letzten Jahr das „Komitee-Stadl“. Nach der sehr erfolgreichen Premiere in der Saison 2011 stand das vom MKV 1996 selbst erarbeitete Minimusical diesmal ganz im Zeichen des Mondes. Auf dem wohnt aber nicht etwa ein einsamer Mann. Nein auf dem Erdtrabanten ist richtigt was los, denn das Komitee feierte mit dem begeisterten Publikum eine riesige Spaceparty, indem von Jürgen Drews bis Rammstein bekannte Hits zum Mitsingen auf die Bühne gebeamt und inszeniert wurden. Auch Kodo der dritte aus der Sternenmitte war zu Gast, zeigte sich aber sehr fotoscheu. Manche Kostüme dieser Weltraum-Odysee waren ziemlich blau, passend zur deutschen Übersetzung des Hits „I’m blue“ von Eifel 65.

[contentbox headline=“Die Fastnachts-Spaßbremse 2012″ type=“warning“]Andreas Schmitt, aus dem Fernsehen bekannt als der „Der Obermessdiener“, zeigte sich indes von einer völlig humorlosen Seite: Er ließ den MKV samt Publikum einfach sitzen! Trotz seiner Zusage blieb er ohne jede Vorwarnung einfach fern und trat nicht zu seinem Vortrag an. Wie mir im Laufe des Abends mehrere Aktive auf der Sitzung berichteten, ist der MKV wohl nicht der erste Verein, dem es so erging. Mindestens vier weitere Vereine sollen ebenfalls gleiche Erfahrungen gemacht haben.

Manfred Schmitt überbrückt gekommt im Duett.

Manfred Schmitt überbrückt gekonnt im Duett.

Ob der Status als Fassnachts-Star auch Starallüren mit sich bringt, mit denen man dieses unfeine Verhalten erklären könnte? Für diesen närrischen Fehltritt hätte er sich wohl den Titel „Die Fastnachts-Spaßbremse 2012“ verdient.

Dank der Improvisationskünste von Sitzungspräsident Manfred Schmitt, der mit einer Komiteterin und dem Publikum schnell bekannte Fastnachtslieder anstimmte, damit Ulla Niemann und Siegfried Herrgesell sich eilends in ihre Kostüme stürzen und als Stimmungsduo „Ulla und Siggi“ schon im ersten Drittel in die Bresche springen konnten, war das Thema und auch der untreue Obermessdiener jedoch schnell vergessen.[/contentbox]

[contentbox headline=“Wir-in-Rheinhessen sucht Mitmacher!!“ type=“info“]

Wir-in-Rheinhessen ist ein Bürgerjournalismusportal, auf dem jeder als Autor mitwirken kann. Wer etwas über Rheinhessen, seine Menschen, Gemeinden, Vereine, Veranstaltungen und so weiter schreiben möchte, kann sich kostenlos registrieren und mitmachen. Mitlesen -> mit schreiben -> mit gestalten! Komm mach mit![/contentbox]