Harmonie in Takt singt im Altenheim Oppenheim.

Harmonie in Takt singt im Altenheim Oppenheim.

Wie jedes Jahr gab der Chor „H-I-T“ des „Gesangverein 1845 Oppenheim e.V.“, unter der bewährten Leitung von Heiner Hofmann, Ende Januar sein kostenloses Konzert für das Altenzentrum (AZ) Oppenheim. Diese lieb gewordene Sitte hat sich mittlerweile zu einem kleinen Geheimtipp gemausert. Auch dieses Jahr saßen neben den Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern des Hauses außerdem Förderer und Freunde des Gesangvereins Harmonie 1845 Oppenheim e. V. unter den Zuhörern. Wenn der Weihnachtstrubel vergangen ist und die 5. Jahreszeit noch auf sich warten lässt, dann ist dieses gesellige Programm eine willkommene Unterhaltung.

Neu dieses Jahr: neben den Liedern aus dem allgemeinen Repertoire gab es auch mehrere solistische Beiträge. Schon vor der Winterpause hatte ein buntes Treiben für das Konzert im Altenzentrum begonnen. Die Solisten hatten sich zu privaten Sonderproben getroffen, hatten gedichtet und gefeilt.

Mit zwei Darbietungen des Gesamtchores, dem munteren Wunsch „Have a nice day“ und dem als Swing gesetzten Volklied „Kein Feuer, keine Kohle!“, begann das Konzert im AZ. Im Anschluss daran gab Sabina von Selchow eine überaus gelungene choreigene Doris Day ab. Bei ihrem „Que sera, sera – what will be, will be„, wurde der Refrain von allen im Saal mitgesungen. Ungekürter, aber unbestrittener musikalischer Höhepunkt des Nachmittags war sicherlich das Solo von Imke Harms mit „Merci, mon ami“ als Zarah Leander.

Nach „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists und „Wäre das nicht wunderschön?“ aus dem Musical „My Fair Lady“ vom Gesamtchor war „Halleluja“ von Leonard Cohen zu hören. Andreas Lerg konnte mit dem Eröffnungslied der olympischen Winterspiele 2010 in Vancover als Solist überzeugen. Es folgte nun ein Duett von Torsten Schwarz und Kerstin Thieme-Jäger, die auch mit ihrer Moderation unterhaltend durch das Programm führten. Letztere hatte das Lied „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ eigens für diesen Auftritt zum Duett erweitert, das die Beiden mit sichtlichen Spaß humorvoll vortrugen.

Nach dem Walzer „An de Amsterdamse Graachten“ , der seit dem Choraustausch mit dem niederländischen „Popchor Allround“ ein fester Bestandteil im Repertoire der Harmonie ist, überraschte Sondergast Udo Weinel, einer der Oppenheimer Nachtwächter und gab zum Abschluss im Originalkostüm das „Nachtwächterlied“ und das „Lied von den Räubern“ zum Besten. Sonja Grass, Claudia Kling und Sieglinde Wolf rundeten den bunten Reigen mit dem Lied von Reinhard Mey „Gute Nacht, Freunde“ ab, das mit einem versöhnlichen Ausblick auf das nächste Jahr abgewandelt von Sieglinde Wolf mit der texlichen Variante endete – „wir kommen wieder“ und „bringen neue Lieder“.

Aussagen wie „Ach, Sie kommen erst in einem Jahr wieder?“ und anhaltender Applaus zeigten, dass der Chor auch in diesem Jahr wieder ein ansprechendes Programm zusammen gestellt hatte. Eine Stunde zum Träumen, zum Lachen, zum Seufzen, zum Dahinschmelzen, zum Erinnern und sich Wohlfühlen.  Mit einem Gruß aus der Küche  blieb der Chor „H-I-T“ nach der überaus herzlichen Verabschiedung gerne noch auf einen kleinen Imbiss danach.