Montag, August 3

Hochwassermeldezentren in Rheinhessen nehmen den Dienst auf

Symbolbild - CC by www.bz-mg.de

Heftiger Wind, peitschender Regen und teils auch Schnee brachte das Sturmtief Andrea mit sich, als es über Rheinland-Pfalz hinwegfegte. All das Wasser muss auch irgendwo wieder hin. Mutter Natur hat vorgesorgt und Flüsse in der rheinhessischen Landschaft installiert, quasi als natürliche Abwasser-Kanäle. Doch vor allem der Starkregen lies den Rhein enorm steigen.

Bereits gestern Nachmittag zwischen 16:20 Uhr und 16:41 Uhr haben alle 7 Hochwassermeldezentren in Rheinland-Pfalz, darunter auch 3 am Rhein den Dienst aufgenommen. Während für Rheinhessen derzeit noch die Hochwasser-Warnklasse „Keine Hochwassergefährdung“ gilt, sind bereits für 8 Landkreise in Rheinland-Pfalz Hochwasserwarnungen der Klasse „Mittlere Hochwassergefährdung“ ausgegeben worden, darunter auch Germersheim am Oberrhein.

Der Pegel Worms bietet der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim die Grundlage für alle Hochwasserschutzmaßnahmen. An diesem Pegel werden die Wasserstände gemessen und die Hochwassermarken ausgerufen:

  • Hochwasser Marke I (440cm): Es gibt erste Einschränkungen für die Binnenschifffahrt
  • Hochwasser Marke II (650cm): Die gesamte Schifffahrt bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Rettungsdienste) wird untersagt

In Worms hat sich der Wasserstand seit Silvester um fast 2 ganze Meter erhöht und er steigt weiter an. Aktuell (0:00 Uhr am 06.01.2012) steht der Pegel bei 413, was die Vorhersage des Hochwassermeldedienstes Rheinland-Pfalz übertrifft.

Durch die steigende Tendenz kann davon ausgegangen werden, dass der Pegel Worms bereits heute Vormittag die Marke I von 440cm überschreiten wird und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat sogar eine Abschätzung gewagt, dass das Wasser binnen der nächsten 36 Stunden sogar um nochmals mehr als einen Meter auf 535cm  steigen würde.

Doch was passiert, sollte auch die Hochwasser Marke II überschritten werden? Dann wäre die Verbandsgemeinde verpflichtet, Dammwachen zu stellen. Die Rettungsorganisationen würden gemeinsam kontrollieren, dass der Damm dem Wasser Standhalten kann.

Wie hoch in diesem Monat der Pegel steigen wird, ist zur Zeit noch nicht vorhersehbar. Die Niersteiner und Oppenheimer Rettungsorganisationen sind jedoch für jeden erdenklichen Fall gerüstet und haben bereits im Jahre 2009 den Ernstfall anhand einer simulierten Übung bei einem Wasserstand von 790cm am Pegel Worms geübt.

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Prima. es hat geklappt. :-)

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