ECE veröffentlicht Pläne für Mainzer Einkaufskomplex.

ECE veröffentlicht Pläne für Mainzer Einkaufskomplex.

Stadtplaner und Architekten der Bürgerinitiative Mainzer Ludwigsstraße übergeben Analyse der baurechtlichen Situation

Im Rahmen des Ludwigsstraßenforums zum Thema Stadtgestalt/öffentlicher Raum am 20. Dezember übergab die Bürgerinitiative Mainzer Ludwigsstraße Baudezernentin Marianne Grosse eine ausführliche Stellungnahme zu dem geplanten ECE-Projekt. Ein Arbeitskreis innerhalb der BI, unter anderem bestehend aus Stadtplanern, Architekten, Verwaltungsfachleuten und Bauhistorikern, hat die vorhandene baurechtliche Situation genau analysiert und auf dieser Basis den enthaltenen Forderungskatalog erarbeitet.

Die Bürgerinitiative betont darin erneut, dass die Aufstellung eines Rahmenplans durch die Stadt unverzichtbar ist. Dieser Rahmenplan muss nach Einschätzung der Fachleute in jedem Fall eine bauhistorische Bestandsaufnahme enthalten sowie eine Folgenabschätzung für mögliche Nutzungen. Ziel des ganzen Projekts müsse die Schaffung eines Einkaufs- und Wohnquartiers sein, das lebendig vielfältig, offen und vernetzt ist, heißt es in dem Schreiben.

BI-Sprecher Hartwig Daniels sieht jetzt die Stadtverwaltung in der Pflicht: „Bisher hat man es ECE überlassen, sein Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Es ist an der Zeit, dass die Stadt die „allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung“, wie es im Baugesetzbuch heißt, zumindest in groben Zügen formuliert. Und diese Ziele können sich nicht nur auf das ECE-Areal beschränken. Sie müssen auch das Umfeld, insbesondere den Gutenbergplatz als Ganzes umfassen, der als städtebauliche Einheit zu sehen ist.“

Eine weitere Forderung der BI ist, die von der Baudezernentin mehrfach wiederholte Aussage, an der Eppichmauergasse sei für ECE Schluss, durch die gleichlautende Entscheidung eines städtischen Gremiums zu unterfüttern.

Dennoch sieht die Bürgerinitiative der weiteren Entwicklung des ECE-Projekts mit vorsichtigem Optimismus entgegen. „Die Stadt hat sich erfreulicherweise in wesentlichen Positionen auf die Bürgerinitiative zubewegt“, ergänzt BI-Sprecher Gerhard Heck. Dies gelte insbesondere für die Forderung nach einer rücksichtsvollen Einbindung des Vorhabens in die Strukturen der Umgebung sowie die uneingeschränkte Beachtung das Prinzips Nachhaltigkeit und die Öffnung der Erdgeschosszonen zu den öffentlichen Straßen und Plätzen hin. Bestärkt sieht sich die Bürgerinitiative in ihrer Arbeit auch durch die Stellungnahme des Planungs- und Gestaltunsbeirats, die wesentliche Punkte ihrer Forderungen aufgriff.

Der genaue Wortlaut des offenen Briefs kann auf der Website der BI unter www.mainzer-ludwigsstrasse.de eingesehen bzw. herunterladen werden. Der Brief wurde ebenfalls auf der Website der Stadt Mainz www.mainz.de zum LuFo IV veröffentlicht