Gänse aus tierschutzgerechter Haltung gibt es auch in Rheinhessen.

Gänse aus tierschutzgerechter Haltung gibt es auch in Rheinhessen.

Zu Weihnachten kommt was leckeres zum Essen auf den Tisch des Hauses. Beliebt ist unter anderem auch die Weihnachtsgans. Damit es auch dem Gewissen gut schmeckt, gibt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in der nachfolgenden Pressemeldung Tipps zum Thema „Weihnachtsgans – Appetit auf Qualität? Tipps zum Genuss ohne Tierquälerei“

Wenn zum Weihnachtsfest eine knusprige Gans auf den Tisch kommt, zählt vor allem gute Fleischqualität. Aber auch die tiergerechte Haltung ist zunehmend ein Einkaufskriterium. Konsumenten erfahren allerdings wenig über die Haltungsbedingungen, denn diese Kennzeichnung ist nicht vorgeschrieben. Die Verbraucherzentrale rät zu Gänsen aus heimischer Erzeugung. Nach kurzer Aufzucht im Stall werden diese in der Regel überwiegend in Auslaufhaltung auf Weiden gehalten. Und man kann davon ausgehen, dass die Tiere nicht gestopft bzw. lebend gerupft wurden. Unter www.huhnundpute.de finden Interessierte Adressen für ihren Geflügelkauf.

Wer direkt bei vermarktenden Erzeugern in der Region kauft, kann vor Ort klären, wie die Tiere gefüttert und gehalten werden. Allerdings stammt nur jede achte hier erhältliche Gans aus heimischer Erzeugung. Im Lebensmittelhandel sind diese an der D/D/D Herkunftsangabe erkennbar. Sie sind in Deutschland geschlüpft, gemästet und geschlachtet. Tiefkühlware stammt vor allem aus Polen und Ungarn. „Um eine Fettleber zu erzeugen, werden Tiere in einigen Ländern oft qualvoll mit Mais gestopft“, so Susanne Umbach, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Außerdem werden sie zur Gewinnung von Daunen lebend, teilweise tierquälerisch, gerupft.

Eine extensive Haltung von Gänsen fördert die Gesundheit der Tiere, sorgt für größeres Muskelwachstum und reifes aromatisches Fleisch. Nach ungefähr 16 Wochen erreichen die Junggänse ein Bratgewicht von vier bis sechs Kilo. Die Tiere werden mit Weidegras und der Zufütterung von Getreide aufgezogen. Besonders strenge Anforderungen für Tierhaltung, Futter und den Einsatz von Arzneimitteln gelten für Geflügel aus ökologischer Haltung.

Mehr Informationen über Gänse und anderes Geflügel erhalten Sie bei der Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale telefonisch montags von 9 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 13 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 01805 60 75 60 30 (0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz der; max. 0,42 Euro aus den Mobilfunknetzen).

Ergänzung der Redaktion:
Im Gebiet von Rheinhessen weist die Internetseite www.huhnundpute.de zwei Betriebe aus, die tierschutzgerecht aufgezogene Gänse anbieten. Wer weitere Betriebe kennt, kann diese gerne melden. Hier die beiden Betriebe:

Spargelhof Rutsch
Burggrabenstraße 12
55271 Stadecken-Elsheim
Telefon: 06136/2161
Telefax: 06136-2137
E-Mail: firmarutsch@t-online.de
www.stadecker-gaense.de

Hof am Mühlpfad Heichel
Am Mühlpfad
67574 Osthofen
Telefon: 06242-7187
Telefax: 06242-7689
E-Mail: ingeborg.heichel@web.de