Die Geschichte der Landskrone.

Buchtitel: katholische Kirche St. Viktor und Rathaus Guntersblum (Zeichnung: Zörner-Kampia)

In mühevoller Kleinarbeit hat Volker Sonneck die Jahrgänge der Lokalzeitung „Oppenheimer Landskrone“ seit 1849 durchforstet. Dabei hat der Guntersblumer Heimatforscher neben Berichten über seine Heimatgemeinde zahlreiche Artikel gesammelt. Eine Auswahl jener Beiträge, die als „gemischte Meldungen“ zwischen 1855 und 1942 erschienen sind, hat Sonneck nun in einem vom Guntersblumer Kulturverein herausgegebenen Buch veröffentlicht.

Das Buch mit allem, was sonst noch in der Zeitung stand.

„Es handelt sich um Geschichten, die zum Schmunzeln anregen, aber auch nachdenklich machen – etwa wenn von Gerichtsurteilen, Unfällen oder dem Schicksal von Ausgewanderten berichtet wird“, sagt Sonneck (70), der im Archiv der Stadt ­Oppenheim, der Universitätsbibliothek Darmstadt und vor allem im Gemeindearchiv Dienheim fündig wurde. Die Meldungen spiegeln den Alltag in den rheinhessischen Dörfern wider, erzählen von Begebenheiten in weiter entfernten Orten – und lassen Ausgewanderte über ihre neue Heimat zu Wort kommen. „Nicht die Orte sind wichtig, sondern dass es menschelt und die Lektüre kurzweilig ist“, sagt der Kölner Verleger Roland Reischl (44), der in Mainz geboren ist, in Bodenheim aufwuchs und in Oppenheim das Gymnasium besuchte. Illustriert ist das Buch mit 45 farbigen Zeichnungen von Josef Zörner-Kampia. Der langjährige Kollege und Freund von Volker Sonneck lebt jetzt in Überlingen am Bodensee, wo er auch mit 86 Jahren noch jeden Tag seinem Hobby, der Malerei, nachgeht.

Geschichte der Lokalzeitung Oppenheimer Landskrone

Ein Nachwort skizziert die Geschichte der eigenständigen Lokalzeitung „Oppenheimer Landskrone“, die 1970 vom Oppenheimer Verlag Wilhelm Traumüller zur Mainzer Allgemeinen Zeitung überging. Unter wechselnden Namen war sie von 1849 bis 1942 ohne Unterbrechung erschienen, zuletzt mit Geschäftsstellen in Oppenheim, Nierstein, Bodenheim und Wörrstadt sowie Anzeigen-­Annahmestellen in Guntersblum und Nieder-Saulheim.

Buchdaten und Bezugsquellen

Volker Sonneck: „Den Himmel ausgebreitet und neue Sterne eingesetzt.“ Heitere und ernste Geschichten aus der Lokalzeitung von 1855 bis 1942. Mit Berichten von Ausgewanderten. Herausgegeben vom Verein zur Erhaltung Guntersblumer Kulturgutes e.V. 120 Seiten, 13 x 20 cm, Titelbild und 43 farbige Zeichnungen von Josef Zörner-Kampia, Nachwort von Volker Sonneck. Roland Reischl Verlag, Köln. ISBN: 978-3-943580-01-3. 10 Euro.

Erhältlich über den Buchhandel, bei amazon und versandkostenfrei beim Roland Reischl Verlag. Außerdem in Guntersblum bei Volker Sonneck, Tel. 06249 7378, bei  s’Weinspiel, Julianenstraße 42 und im Museum Guntersblum; in Gimbsheim bei Toto-Lotto Gertrud Bartsch – sowie im Sortiment bei folgenden Händlern: Buchhandlung Carl Machwirth (Alzey); Bodenheim (und Hechtsheim): Buchhandlung Ruthmann; Mainz: Dom-Buchhandlung und Gutenberg-Buchhandlung; Nierstein: Kaufhaus Trapp; Oppenheim: Buchhandlung Röber und Buchladen Oppenheim sowie in der Bücher-Oase in Wörrstadt.

Aktuelle Termine:

Außerdem freut sich der Roland Reischl Verlag darauf, die Leserinnen und Leser aus Rheinhessen persönlich begrüßen zu dürfen: am 24. und 25. März auf dem Osterkünstlermarkt in Oppenheim (am Stand im Rathaus-Foyer; Sa., 24.3., von 13-18 Uhr und So., 25.3., von 11-18 Uhr).