Passivrauchen macht krank.

Passivrauchen macht krank.

Ich habe volles Verständnis, wenn in Rheinhessen massiv gegen den Fluglärm protestiert wird, obwohl ich nicht ganz so stark davon betroffen bin. Fluglärm macht krank, neben den psychischen Problemen kommen organische wie Herz-Kreislauferkrankungen oder ein erhöhtes Schlaganfallrisiko dazu.

Ganz ähnlich ist es beim Rauchen und Passivrauchen, dem man in Rheinhessen leider immer noch ausgesetzt ist, will man sich gesellschaftlich nicht isolieren. Das beginnt auf den Weinfesten, wenn man sich an einem Tisch niedergelassen hat, kann man fast sicher sein, ein Raucher setzt sich daneben und dem Genuss des Weines folgt übelriechender Rauch, der einem den Weingenuss verleidet.

Nicht anders ist es in der Außengastronomie – wie oft in Mainz erlebt – bei einem Eis oder Kaffee und Kuchen. Der Raucher (Damen eingeschlossen) muss nicht einmal am gleichen Tisch sitzen, oft reicht bei ungünstiger Windrichtung der Rauch vom Nachbartisch, um Kaffee und Kuchen nicht mehr genießen zu können.

Das setzt sich fort, wenn man als unweltbewusster Mensch im Wartehäuschen auf den Bus wartet, vielleicht noch bei Regen, man kann fast sicher sein, ein Raucher stellt sich daneben – weggehen oder ertragen ist hier die Frage. In den Fußgängerzonen von Mainz oder Bad Kreuznach sieht es nicht anders aus.

Wenn ich mal zu den Kindern überleite, ist die Situation nicht besser. Neulich im Tiergarten Worms auf der Kindereisenbahn, da raucht der Opa neben seinem Enkel und ich im gleichen Wagon im Abstand von 50 cm mit meiner Enkelin bekommen den Qualm mit ab. Diskussion oft zwecklos, ist doch nicht verboten, lautet das Argument. Sie schauen sich die Tiere hinter der Glasscheibe an mit der Enkelin auf dem Arm. Ein Raucher stellt sich dicht daneben, und das Kind bekommt den gesamten Rauch ab.

Wer hat schon Lust, sich ständig mit Rauchern anzulegen, da etliche doch rücksichtslos sind, nicht alle wohlgemerkt.

Das sind einige rheinhessische Erfahrungen, wenn man das gesellschaftliche Leben hier in der Region genießen will. Der Genuss wird einem manchmal verleidet.

Mancher wird sagen, das bisschen Rauch, der soll sich nicht so anstellen. Das sind Leute, die sich nicht in andere hineinversetzen können. Dem kann man nur entgegnen, der Allergiker soll sich nicht soll sich nicht so anstellen, wegen den paar Pollen. Die Wirkung von beiden Stoffen kann sehr ähnlich sein.

Das trifft vor allem auf Asthmatiker zu, einer hat schon Probleme, hinter einem Raucher herzulaufen, bekommt davon gesundheitliche Beschwerden. Vielen Rheinhessen, die rauchen, ist das gar nicht bewusst, ist doch an der frischen Luft.

Die regierende Politik (SPD) tut hier kaum etwas in Bezug auf Kinder, im Gegenteil in Rheinhessen und dem übrigen Rheinland-Pfalz dürfen Kinder und Jugendliche sogar in Raucherkneipen oder Raucherräume, was in keinem anderen Bundesland möglich ist.

Kinderspielplätze wie in meiner schönen Ortsgemeinde sind teilweise voller Kippen und Glasscherben. Das muss nicht sein, denn dadurch können diese gefährdet werden. Mehr Rücksicht der Raucher wäre eine Lösung des Problems. Da ich da aber starke Zweifel hege, habe ich eine Petition verfasst, die den Schutz vor Tabakrauch besonders für Kinder und Kranke besser regeln soll.

Die Petition findet man unter:

www.derbuergerbeauftragte.rlp.de

-> Öffentliche Petitionen
-> Petitionen in der Mitzeichnungsfrist
-> Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes

-> Diese Petition unterstützen

Hier den eigenen Namen und weitere notwendige Daten eingeben. Anzumelden braucht man sich dazu nicht.

Der Name wird nicht veröffentlicht, es wird lediglich die Anzahl der Mit-Unterzeichner gezählt.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass mancher Rheinhesse die Situation ebenso sieht und diese Petition mitzeichnet.