Der Glaube an die Zukunft von Europa scheint verloren zu gehen. Warum?

Krise, Krise, Krise … Ein Wort, das seit mehr als drei Jahren in aller Munde ist. Keine Woche vergeht, in der es nicht in jeder Zeitung, aber auch im Fernsehen seinen – schon fast reservierten – Platz findet. Aktuell haben wir die Griechenlandkrise und damit – viel schlimmer – die Euro-Krise.

Was haben alle Krisen gemeinsam? Sie waren abzusehen! Und es wurde gespielt bzw. gepokert! Gespielt – mit dem (Grund-)Vertrauen von Menschen. Gepokert um viel Geld, meist um die sauer erarbeiteten Rücklagen der kleinen Leute (Spargelder, Rente, usw.). Menschen, die den Immobilienverkäufern vertrauten, gab man den Rat, sich eine (überteuerte) Immobilie zu leisten, obwohl die finanziellen Voraussetzungen nicht vorhanden waren und es nur eine Frage der Zeit war, bis der Kredit platzte.

Und heute wird wieder gespielt und gepokert! Es geht dabei um „alles“:
Um die europäischen Werte, die europäischen Traditionen, den Frieden der letzten Jahrzehnte in Europa, aber besonders um den Zukunftsglauben der Europäer!

Warum schöpfen wir nicht Kraft aus unserer Vergangenheit? Warum sehen wir nicht die großen Leistungen der Europäer in den letzten Jahrhunderten? Warum sind wir nicht stolz auf die Weitsicht der Gründungsväter der EU?

Den meisten Menschen wurde in den letzten Jahren der Glaube genommen! Der Glaube an sich, an sein Land, an Europa, der Glaube an die eigene Fähigkeit, etwas bewegen zu können. Diesen Glauben müssen wir reaktivieren! Aber wie?

Wir benötigen einen sowohl geistigen als auch wertehaltigen Wandel! Einen Wandel, in dem Risiko und das Eintreten für Andere belohnt wird.
Auch einen Wandel in den Zielen. Und – neue Ziele, die erstrebenswert sind!

Englisch, die Lingua Franca

Wir müssen dabei aber darauf achten, dass wir alle Menschen in und für Europa mitnehmen. Denn mit Europa werden sich nur die identifizieren, die das Gefühl haben, gefragt zu werden und etwas beitragen können. Aber da kommt das Kernproblem Europas – die vielen Sprachen! Wie kann ein griechischer Bäcker erfahren, was sein deutscher Berufsgenosse denkt und welche Anforderungen er an Europa stellt? Können sich diese Personen mit der heutigen Lingua franca Englisch verständigen? Meistens nicht!

Benötigen wir nicht für die Masse der Europäer die Lingua franca im Internet, die automatisch eine europäische Kommunikation in den einzelnen Landessprachen erlaubt? Ein utopisches Ziel?

Warum sollte es uns Europäer nicht gelingen?

Die neue, zukunftsgerichtete europäische Verständigung

Wir brauchen dringend ein „europäisches Projekt“, an dem die gesamte europäische Jugend mitwirken kann! Als Informatiker bin ich mir heute absolut sicher, dass es möglich ist, ein Computersystem zu entwickeln, durch das man europaweit mit jedem in seiner Muttersprache kommunizieren kann.
Es würde über eine Transfersprache – eine Lingua Franca im Internet – gehen mit einer allgemeinen Schnittstelle zu den europäischen Landessprachen.
Jede europäische Nation (bzw. primär, die Jugendlichen der Euro-Länder) würde die Schnittstelle zu ihrer Landessprache selbst realisieren.
Die Umsetzung dieses erstrebenswerten Zukunftsprojektes für Europa würde allen Jugendlichen und allen Euro-Ländern ein, für den Zusammenhalt unbedingt benötigtes, „gemeinsames europäisches Erfolgserlebnis“ bringen.

Der europäische Sprachroboter Novumanu (neue Hand)

Da es nicht immer einfach ist Visionen für „Jedermann“ zu kommunizieren und die Umsetzung Zeit benötigt, sollte man parallel die Kernpunkte für ein Kindermusical entwickeln, das bildhaft das angestrebte Ziel beschreibt, um bereits alternativ zu den herkömmlichen Medien die junge Generation (aber auch deren Eltern) für Europa zu sensibilisieren und anzusprechen.

Die Kinder von PaBe (ParisBerlin) und aus allen unterstützenden europäischen Ländern kämpfen auf ungewöhnliche Weise für den Zusammenhalt der Euro-Länder und gewinnen ihre Kraft aus der Vergangenheit und den Taten der ihrer Vorfahren.
Sie reisen dafür durch Europa und zeigen den anderen Kindern ihre jeweilige Heimat.
Das Ziel der Reise ist Griechenland!
Dort treffen unsere europäischen Kinder auf die Prinzessin Europa (die nach der Sage von Zeus entführt wurde) und singen gemeinsam – wie ein Versprechen:

„Hallo Europa – Wir werden uns verstehen!“

Das bereits produzierte Lied kommuniziert die Kernaussage der beschriebenen Vision bzw. des anzustrebenden Projektes für Europa.
(„Hallo Europa – Wir werden uns verstehen!“ wurde in alle europäischen Sprachen übersetzt – auch ins griechische, um den Bürgern in Griechenland aktuell beizustehen und Mut zuzusprechen!)
Haupt-Identifikationsfigur des Musicals ist, neben der Prinzessin Europa und den Kindern von PaBe, der Sprachroboter „Novumanu“ (neue Hand), mit dem man Zeitreisen und Abenteuer unternehmen kann.

Fangen wir doch wieder an wie Kinder zu träumen!
Und – trauen wir uns wieder – neue visionäre Ziele für Europa anzugehen!

Wir benötigen doch nur genügend Menschen bzw. Mitstreiter, die an die Zukunft Europas glauben und dafür kämpfen, dass dieses vereinte Europa auch für unsere Kinder erstrebens- und lebenswert ist.

Karl-Heinz Krummeck, Mainz

Ps.: Mitstreiter für die neue europäische Verständigung – bitte melden unter: khkrummeck@aol.com