Ramon Chormann

Ramon Chormann

Mit strahlenden Gesichter und einem „schee wars“ auf den Lippen traten die Zuschauer nach über zwei Stunden Programm ihren Heimweg an. Erstmals außerhalb der Fastnachtskampagne lud der Carneval-Verein Guntersblum am Marktsamstag zu einem Leckerbissen der komödiantischen Art. „De Pälzer“ Ramon Chormann gastierte mit seinem neuen Programm „Des isses jo!“ in der Kellerwegfest-Gemeinde. Gleich zu Beginn der Veranstaltung hatte der aus der Mainzer Fastnacht bekannte Mundart-Künstler beim Publikum das Eis gebrochen, als er topaktuell den Namensstreit Bürgerhaus/Dorfgemeinschaftshaus zum Thema machte.

Ramon Chormann auf der Bühne

Ramon Chormann auf der Bühne

Auch den Rest des Abends sammelte er Lacher und Applaus durch seine Geschichten von Zuchtheißlers Annemarie und Dummbeitels Heinz sowie weiteren fiktiven Bewohner seines pfälzischen Heimatortes. Gerade die Alltagsgeschichten mit denen Chormann dem Publikum einen Spiegel vorhielt, kamen am besten an. Von der „Gruusch-Schublad“ in der Küche oder dem neuen Kaffeevollautomaten, für dessen Bedienung man Jura studiert haben muss, bis zu den „Supermuttis“ die vormittags die Straße vorm Kindergarten blockieren – man erkannte sich wieder. Chormann brachte in seiner unvergleichlichen Art die Pointen auf den Punkt und nahm sich dabei selbst auf die Schippe.

Chormann am Klavier

Chormann am Klavier

Selbst ein Ägyptenurlaub, in dem er unfreiwillig zwei Wochen lang auf schlecht verfugte Badfliesen schauen musste wurde thematisiert und sorgte für großes Gelächter. Zu seinen Liedern, die er am Klavier vortrug, sang und klatschte man mit, wie etwa bei einem Klassiker von Duke Ellington mit neuem Text „du bist jo so bleed… – du aah du aah du aah“. Der bösen Schwiegermutter erst gar nicht zuhören, empfahl Chormann und fragte sich gleichzeitig wer bei „mer müsst emol“ der „mer“ ist. Klare Sache: Des isses jo!