Die Kleine Harmonie sang vor ausverkauften Haus.

Die Kleine Harmonie sang vor ausverkauften Haus.

Im Jahr 1986 fand sich aus den Reihen des Gesangvereins Harmonie 1845 Oppenneim eine Schaar von 15 Sängern zusammen, die etwas mehr machen und mit einem kleinen Ensemble Chormusik präsentieren wollten. Daher war der Namen „Kleine Harmonie“ auch passend gewählt. Die Kleine Harmonie feierte am Samstag ihr großes Jubiläum und präsenstierte zum 25-jährigen Bestehen 25 Chorstücke von mittelalterlichen Klassikern bis zu modernen Poparrangements und Filmmusikstücken. Dem Publikum in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Landskronhalle bot der unter der Leitung von Helmut Vorschütz stehende Chor, der im November 2010 zum Meisterchor ernannt wurde, ein wahrhaft meisterliches Konzert. Den Auftakt bildeten „Tutto lo di“, das Orlando die Lssso im 16. Jahrhundert schrieb und Johannes Brahms „Waldesnacht“ vortrefflich interpretiert von Solistin Adriana Appel.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Mit diesem Zitat von Nietzsche begrüßte Vorsitzender Thomas Esper die Gäste in der Landskronhalle, zu denen unter anderem auch Klaus Penzer gehörte, bekennender Fan von gutem Chorgesang. Und Esper legt ein Zitat von Victor Hugo nach, der sagte: „Musik drückt aus was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Und so präsentierte der Meisterchor an diesem Abend ein Repertoire, das auch den Wandel der Kleinen Harmonie im Laufe der Zeit wiederspiegelte.

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Bei den Folklorestücken präsentierte der Chor neben Stücken aus Peru und Amerika auch das bekannte Shanti-Stück „What shall we do with the drunken Sailor“ in einer sehr dynamischen und faszinierenden Bearbeitung. Zwei afrikanische Stücke entfesselten die Lebensfreude des „schwarzen Kontinents“ auf der Bühne, wie das „handgehaltene“ Video hier auf der Seite vielleicht zeigen mag.

Neben Populärem und Evergreens standen auch fünf Stücke aus Film und Fernsehen auf dem Programm. Beispielsweise „Cant you feel the love“ aus dem König der Löwen, wo Thomas Esper den Solopart sang. Louis Armstrongs weltbekanntes „What a wonderful World“ und Conny Baums Solo begeisterten das Publikum gleichsam. Doch das einst von Bette Middler gesungene Stück „The Rose“ aus dem gleichnamigen Film bildete mit dem wunderbaren Solo von Ulli Becker zu recht den krönenden Abschluss des ebenso anspruchsvollen wie meisterhaft vorgetragenen Programmes.

Natürlich ließ das Publikum die Kleine Harmonie nicht ohne Zugaben von der Bühne. Bei „The Lion sleeps tonight“ begeisterten die Sängerinnen und Säner nicht nur mit dem Gesang selbst. Nur mit ihren Stimmen erweckten sie den Dschungel voller Tiere auf der Bühne. Mit „Das Publikum war heute wieder wundervoll“, dem Song, mit dem jede Muppets-Show ausklingt, verabschiedete sich die Kleine Harmonie dann von der Bühne.

Der Chor sucht vor allem im Bereich Bass noch Verstärkung. Wer sich informieren will, wird unter www.kleine-harmonie-oppenheim.de fündig.