Am Montag 24.10.2011 vermutlich von ca. 6:30 Uhr bis 9:00 Uhr waren Teile des südlichen Rheinhessens kurzzeitig von einem Stromausfall betroffen. Nachdem der Strom wieder da war erhöhte sich die Spannung wieder, aber noch nicht gleich bis zu den vollen 230 Volt. Diese Tatsache rief zum Teil gespenstische Szenen in der Morgendämmerung hervor. Die Straßenbeleuchtung fiel komplett aus, die Innenräume der Wohnungen waren aufgrund der geringen Spannung  nur in ein leichtes Dämmer-oder Kerzenlicht getaucht. Viele Elektrogeräte funktionierten gar nicht, obwohl der Strom eigentlich „wieder da“ war. Der Guntersblumer Klaus Zimmer hat sogar zuerst nur 78 V, dann 182 V gemessen, bis die Spannung wieder in voller Höhe vorhanden war. Stefan Mathe von der Elektro-Fretter GmbH in Guntersblum erreichten am frühen Morgen gleich mehrere Anrufe zu der Störung. Als Fachmann konnte er gleich feststellen, dass im Drehstromnetz eine der drei Phasen „durchgebrannt“ war. Deshalb sind manche Elektrogeräte mit halber Kraft gelaufen, andere versagten ganz ihren Dienst.

Strommasten (Foto: EWR-Netz GmbH)

Strommasten (Foto: EWR-Netz GmbH)

Blitzeinschlag liegt schon länger zurück

Der zuständige Stromversorger EWR in Worms erklärt dazu schriftlich auf unsere Nachfrage:

„Heute Vormittag schwankte die Spannungsqualität in folgenden Gemeinden, zum Teil blieb der Strom vorübergehend ganz weg: Dienheim, Dolgesheim, Dorn-Dürkheim, Eimsheim, Frettenheim, Guntersblum, Hillesheim, Ludwigshöhe, Oppenheim und Wintersheim.

Die EWR Netz GmbH hat als Ursache einen bereits einige Zeit zurückliegenden Blitzeinschlag ausgemacht. Erst jetzt hat sich der Schaden an der Freileitung des Mittelspannungsnetzes bemerkbar gemacht.

Durch Umschaltungen und ein Notstromaggregat waren alle Kunden bis spätestens 9 Uhr wieder voll versorgt.“

Dann bleibt nur zu hoffen, dass das Rheinhessische Stromnetz ansonsten unbeschädigt ist und keine weiteren Störungen mehr auftauchen.

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