Eigentlich ist das ein Weg, der nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben und für Autos gesperrt ist. Eigentlich!

Eigentlich ist das ein Weg, der nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben und für Autos gesperrt ist. Eigentlich!

Ja vor allem  am Wochenende ist viel los auf dem Fahrradweg am Hafen in Oppenheim. Doch die Rede ist hier weniger von zahlreichen Radfahrern und Spaziergängern, die hier unterwegs sind.

Nein, es sind vor allem viele Autos, die auf dem Fahrradweg parken und auch fahren. Mal sind es die Freizeitkapitäne, die am liebsten vom Auto aus direkt in ihr Boot steigen wollen. Lieblingsausrede: Es muss so viel vom Auto auf das Boot umgeladen werden. Aber selbstverständlich bleibt das Auto nach dem Umladen direkt vor Ort stehen.

Mal sind es Angler, die ihre Rute am liebsten vom Fahrersitz aus auswerfen möchten. Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß. Als Fahrradfahrer muss man da manchmal sehen, wie man zwischen parkenden und fahrenden Autos noch durch kommt. Zumal die  Fahrer auch alles andere als langsam fahren. Und als Spaziergänger – egal ob mit Hund oder Kinderwagen – muss man nicht selten zwischen parkende Autos ausweichen, wenn der nächste Fahrer angesaust kommt.

Das ist ja eigentlich keine Wiese, sondern ein Wendehammer für Fahrzeuge.

Das ist ja eigentlich keine Wiese, sondern ein Wendehammer für Fahrzeuge.

Und das Bild mit dem Wohnmobil zeigt exemplarisch, warum die Hafenwiese in so traurigem Zustand ist. Denn die Wiese wird von Fahrzeugen jedweder Art einfach als Wendefläche benutzt. Immer getreu dem Motto „Ist ja nicht mein Rasen“. Gerade im Hebst und Winter, wenn das Gras kaum oder gar nicht wächst und sich erst recht nicht erholen kann und wenn es matschig ist, wird an dieser Stelle alles zu Brei gefahren. Und im Sommer kann sich die Grünfläche aus dem gleichen Grund auch kaum erholen. Das Ergebnis sieht man.

Welch schöne grüne Wiese!

Welch schöne grüne Wiese!

Und was tut die Stadt? Nichts!! Dabei haben schon mehrere Bürger auf diese Missstände hingewiesen. Das Wenden von Fahrzeugen könnte man einfach unterbinden, in dem man in Meterabständen dort größere Natursteine auslegt. Die derzeit dort liegenden Felsen haben einen Abstand von zehn und mehr Metern, da kann sogar noch ein LKW wenden. Und manche Fahrer drehen über die Wiese gleich einen kompletten großen Kreis, statt wie das Wohnmobil „nur“ zurück zu stechen und in drei Zügen zu wenden. Parkplätze gibt es mittlerweile im Bereich Bahnhof und B9 genug, es wäre kein Problem den Fahrradweg mit Sperrpfosten wieder gegen PKW abzuriegeln. Der Feuerwehr und Rettungsdiensten gibt man dann einen Schlüssel für die Pfosten. Aber es geschieht wie gesagt nichts und das seit Jahren.