Der Facebook-Auftritt der Fraport unter http://www.facebook.com/FrankfurtAirport zeigt einen sehr intensiven Austausch von Meinungen, speziell zum Thema Flughafenerweiterung, Fluglärm und dem Event „Happy Landings“. Selbstverständlich stehen sich dabei die Meinungen der Fraport und der Fluglärmgegner gegenüber. Fraport lässt die Konfrontation auch zu, so dass jeder nach den Prinzipien von Facebook seine Einstellung zu dem Thema äußern kann.

Bürger und Bürgerinnen melden nun aber, dass Fraport regelmäßig die Beiträge von Fluglärmgegnern löscht oder diese über die Facebook-Aktion „verbergen“ nicht mehr anzeigen lässt, die einen Dialog zwischen Fraport und den Gegnern initiieren oder fördern wollen. Wir konnten das an Beiträgen verifizieren. Erst durch gezieltes Nachhaken sind die Beiträge mit der Aussage „es wäre ein Versehen gewesen, diese zu verbergen“, wieder sichtbar geworden.

Dieses Verhalten zeigt deutlich, dass Fraport versucht die Menschen, die sich gegen Fluglärm aussprechen, als reine „Nein“-Sager abzustempeln und will gleichzeitig einen offenen Dialog auf Augenhöhe unterbinden. Ein analoger Vorwurf wurde dem Fluglärmbeauftragten der Verbandsgemeinde Bodenheim im Interview bei Reiss&Leute (zu finden in der Mediathek des SWR unter http://www.swr.de) von der Vereinigung „Bürgerinitiative PRO Flughafen e.V.“ ebenfalls gemacht. Auch hier stellte er richtig, dass von Seiten der Fluglärmgegner sowie der betroffenen Kommunen viele Anläufe unternommen wurden, in einen konstruktiven Dialog einzusteigen. Doch diese Ansätze wurden durch unvollständige Informationen oder Ablehnen von Einladungen durch die Fraport und der Deutschen Flugsicherung (DFS) verhindert.

Wir betonen an dieser Stelle, dass wir als Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen immer zu einem zielführenden und konstruktiven Dialog bereit sind. Dieser ist allein dann möglich, wenn er auf Augenhöhe geführt wird.