John T Essberger

Am kommenden Mittwoch, dem 25. Mai wird sich in Mainz Schiff einfinden, dass wir normalerweise nie auf dem Rhein sehen würden. Der außer Dienst gestellte DGzRS-Seenotrettungskreuzer John T Essberger macht auf seiner Reise in das Technik-Museum Speyer Station in Mainz. Die letzte Reise des Seenotrettungskreuzers begann am 2. Mai in Großenbrode. Seinen endgültigen Liegeplatz in Speyer soller am 29. Mai erreichen.

Es sind schon viele besondere Schaustücke über den Rhein in das Museum in Speyer transportiert worden. Vor vielen Jahren ein BUndeswehruboot und 2008 das russische Spaceshuttel „Buran“. Doch die John T Essberger ist das erste Ausstellugnstück, dass auf eigenem Kiel und unter eigener Maschine diese letzte Reise antritt.

Wer mehr über diese Reise wissen will, findet hier die passende Internetseite: www.kurs-speyer.de Dort kann man auch den derzeitigen „Kurs“ des Schiffes verfolgen. An Bord gibt es zudem eine Webcam, so dass man vom heimischen Computer aus mitreisen kann. Aktuell liegt die die John T Essberger in Duisburg.

Die John T Essberger wurde am 26. April 1975 in Bardenfleth an der Weser getauft. Es war der bis dahin größte Seenotrettungskreuzer den die DGzRS gebaut und in Dienst gestellt hat. Es folgten noch zwei Schiffe gleichen Typs, die als 44-Meter-Klasse bezeichnet werden. Im Sommer 1975 kam der Seenotrettungskreuzer dann auf seine Einsatzposition nördlich von Fehmarn nahe den viel frequentierten Großschifffahrtswegen.

Technische Hauptdaten
Länge über alles 44,20 m
Breite über alles 8,50 m
Tiefgang 3,20 m
Verdrängung 185 t
Geschwindigkeit 26 kn
Reichweite 600 Seemeilen (bei 26 kn)

Antriebsanlagen
Mittelmaschine: 1 Diesel Typ MAN 0826LE40, 176 kW
1 MTU Diesel Typ 20 V 538 TB 91 (John T. Essberger) auf Festpropeller
Leistung: 3309 kW auf Verstellpropeller
Seitenmaschinen:
2 MTU Diesel Typ 12 V 331 TC 81,
Leistung: je 810 kW auf Festpropeller
3 Ruder sowie zwei Bugstrahl-Anlagen von 138 kW

Navigations-, Kommunikations- und Peilanlagen
ARPA-Radaranlagen (BBox-Prozessoren)
Elektronisches Seekartensystem mit Radaroverlay
und AIS-Infoanzeigen
Präzisionspeilanlagen
Grenzwellen-/UKW-Seefunkanlagen nach GMDSS-Standard
GPS-, Navtex-, Echolotanlagen
Militärische und zivile Flugfunkkommunikationsanlage
digitale Kreiselkompassanlage

Rettungsdienstausrüstung
Bordhospital mit umfangreichem
medizinischem Depot,
Untersuchungsliege
Bergungs- und Vakuummatratze
Medizinische Notfallausrüstung,
gestaut in Koffern für mobilen Einsatz
EKG (Defibrillator) mit
UKW-Telemetrie-Anlage;
Humidifier-Atemgas-Vorwärmanlage
Oxylog-Notfallbeatmungsanlage
Sauerstoff-Akutkoffer „2001“
Notfallrucksack
Schleppleinengeschirre für kleine
und große Einheiten
transportable Bergungs- und
Lenzpumpen mit 120 m Kabel für
Schleppeinsätze sowie verschiedene
Materialien für Lecksicherung
6 Atemschutzgeräte mit
Reserveflasche
Atemluft-Kompressor