Auch viele japanische Gäste waren im Weingut Strub dabei. (Foto: Hans Bürkle)

Auch viele japanische Gäste waren im Weingut Strub dabei. (Foto: Hans Bürkle)

„Wein und japanisches Essen – ein Thema für Genießer“ unter diesem Motto fand am 14. Mai 2011 eine Charity-Veranstaltung für die Menschen in den von Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebieten in Japan statt.

2011 jährt sich der Beginn des Austauschs zwischen Japan und Deutschland zum 150. Mal. Aus diesem Anlass, und wegen der guten geschäftlichen Beziehung des Weinguts Strub zu Japan, war ein besonderes Event im Weingut Strub geplant. Dann ereignete sich die Erdbebenkatastrophe vom 11. März mit dem nachfolgenden Tsunami und richtete in Nordostjapan verheerende Schäden an. Die Lebensbedingungen in den betroffenen Gebieten sind auch heute noch katastrophal. Der Wiederaufbau wird Jahre in Anspruch nehmen. Als Zeichen der Solidarität mit den von der Katastrophe betroffenen Menschen wurde die ursprünglich geplante 150-Jahrfeier durch die oben genannte Charity-Veranstaltung ersetzt. Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Weingut Strub, in der Rheinstraße 42 in Nierstein, trafen sich über 60 japanische und deutsche Gäste um bei einem Abendessen mit ihrem finanziellen Beitrag die Menschen im Katastrophengebiet zu unterstützen.

Die Gäster erlebten einen kulinarisch faszinierenden Abend. (Foto: Hans Bürkle)

Die Gäster erlebten einen kulinarisch faszinierenden Abend. (Foto: Hans Bürkle)

„Wein und japanisches Essen – ein Thema für Genießer“ war das passende Motto des Abends. Nachdem der Hausherr, Walter Strub, die Gäste, an deren Spitze den Generalkonsul von Japan, Toyoei Shigeeda mit seiner Gattin begrüßt hatte, ergriff der Generalkonsul das Wort. In seiner Ansprache wies er zum einen auf die 150 Jahre japanisch – deutsche Freundschaft hin und spannte dann den Bogen zu dem schrecklichen Unglück vom 11. März. Ausdrücklich bedankte er sich bei der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die schnelle und große Unterstützung Japans nach dem 11. März. Ebenso bedankte er sich für die vielen privaten Initiativen die mit dazu beitragen, die Not der in Japan betroffenen Menschen zu lindern und die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland zu festigen. So, wie es die Initiative von Margit und Walter Strub gewesen ist.

Walter Strub und Gäste stimmten das Loreley-Lied an. (Foto: Hans Bürkle)

Walter Strub und Gäste stimmten das Loreley-Lied an. (Foto: Hans Bürkle)

Auf japanischer Seite lag die Organisation der Charity-Veranstaltung und die Betreuung der Gäste vor Ort in Händen von Hideki Asano, einem langjährigen Freund des Hauses Strub. Musikalisch wurde der Abend begleitet von Gen Nagai, der in Japan als „Mister G“ bekannt ist. Um die gute Sache zu unterstützen war extra ein japanischer Spitzenkoch aus England, Kaoru Yamamoto, angereist. Yamamoto, Chefkoch des Restaurants „SO“ in London, verwöhnte die Gäste mit allerlei Köstlichkeiten aus der japanisch-französischen Küche, zu denen Walter Strub die entsprechenden Weine ausgesucht und vorgestellt hat.

Zwei Veranstaltungen am Sonntag rundeten das Charity-Wochenende im Weingut Strub ab. Um 12.00 Uhr war zum Lunch gebeten und um 15.00 Uhr gab es ein Charity-Konzert mit Johannes Fischer, Blockflöte und Ischiro Noda, Viola da Gamba. Auch diese beiden Veranstaltungen waren restlos ausverkauft.