Tausende Radfahrer nutzten gestern den autofreien Tag. Voller Elan begannen auch wir gegen Mittag unsere Tour. Mit „wir“ sind gemeint: Kind, Mann und mich. Mit unserem Anhänger, 2 1/2 Fahrrädern und viel Proviant waren wir gut gerüstet, um durchs wilde Rheinhessen zu radeln. Beschwingt fuhren wir los.

Und dann kam die Ludwigshöhe!

Wie sagt man so schön: Humanismus beginnt nicht erst beim Menschen, sondern schon beim eigenen Fahrrad! Eben aus diesem Grunde – und nicht etwa aus niederen Beweggründen – stiegen wir Humanisten ab, um zu Fuß die „Höhe“ zu erklimmen.* Erst als wir oben waren, sahen wir, dass durchaus ein menschenfreundlicherer Weg existiert, um den Hügel zu umfahren. Warum ist man immer nur hinterher schlauer?

Alsheim sollte man nicht vergessen!

In Alsheim legten wir eine kleine Pause ein und entdeckten ein richtig tolles Antiquariat. Der Laden hatte einen wunderbar verwunschenen Garten im Innenhof. Ein Traum! Wie hieß denn das Antiquariat? Ich weiß es nicht mehr!

Am Ende haben wir es dann doch geschafft! Und das trotz sintflutartigem Regen. Zwar nicht bis nach Worms – erstaunlicherweise verlor die Stadt nach jedem Kilometer an Reiz – aber immerhin bis nach Mettenheim und zurück.

Resümee

Dienheim, Guntersblum, Ludwigshöhe, Mettenheim und Alsheim haben sehr viel zu bieten: Alte Weingüter mit versteckten Innenhöfen und Plätze, die zum Verweilen einladen. Es lohnt sich, hier mal zu rasten.

Deshalb sind wir nächstes Jahr garantiert wieder dabei – und dann erobern wir Worms!

*Nur eine kleine Randnotiz: Die euphemistische Bezeichnung „Höhe“ wird dem vertikalen Umfang des rheinhessischen Gebirges in keinster Weise gerecht.