Musikalische Zeitreise beim Musikverein St. Julianen

Beim diesjährigen Jahreskonzert zeigte der Musikverein St. Julianen Guntersblum die ganze Bandbreite seines Könnens. Der Abend stand unter dem Motto „musikalische Zeitreise“ und dieses wurde nicht nur mit Musik, sondern auch mit der passenden Verkleidung als Ben Hur oder feiner Dame aus dem Rokoko von den Nachwuchsmoderatoren humorvoll umgesetzt. Mit einer Zeitmaschine aus Blitz und Nebel entführten die Musiker unter der Leitung von Ernst Kolling den Zuschauer in verschiedene Epochen der Musikgeschichte.

Nach eindrucksvollen Stücken der Nachwuchs-Flötengruppe (Leitung Nanette Hart) startete das Programm mit insgesamt mehr als 50 aktiven Musikern. Das Orchester spannte einen Bogen von J.S. Bach über André Rieu bis Robbie Williams mit bekannten Melodien wie das „Beyond The Sea“, was von vielen Zuhörern schnell als Filmmusik aus „Findet Nemo“ erkannt wurde.

Von Ben Hur bis Wildwest

Das große Orchester gab im Anschluss den „Marsch der Wagenlenker“ aus Ben Hur zum Besten, gefolgt von „Rondo Romantica“ aus dem 18. Jahrhundert. Ebenso modern arrangiert war das Potpourri mit Polkastücken von Johann Strauß. Eine interessante Facette des sonst überwiegend durch Walzer bekannten Wiener Komponisten.  Der 1. Vorsitzende Ortwin Hess, der sich mit dem gleichfalls gut gelaunten Klaus Weckheuer als Moderator abwechselte, stellte stilgerecht mit Cowboyhut das Stück „Oregon“ aus dem Wilden Westen vor.

Music was my first love

Nach der Pause ging es im nahezu ausverkauften Bürgerhaus beschwingt mit Musicalmelodien aus „My Fair Lady“ weiter. Im perfekten Big-Band-Sound präsentierte man anspruchsvolle Stücke wie „Erinnerungen an Cole Porter“, den „Saxophon-Muckl“ und verschiedene Beatles-Songs. Den musikalischen Höhepunkt des Abends bildete die sensationelle Interpretation der Rockhymne „Music“ von John Miles.

Party-Stimmung bei Zugabe

Quittiert wurde die dargebotene Leistung mit „Standing Ovations“ und lang anhaltendem Applaus.  Endgültig aus dem Häuschen waren die Zuhörer bei der Zugabe „YMCA“ und „Amarillo“, bei der die Musiker in Sonnenbrillen, Perücken und Lederjacken den Saal in eine „Party-Location“ verwandelten. Der ebenfalls anwesende Vereinsgründer und ehemalige Dirigent Hermann Haselsteiner wurde bei der endgültig letzten Zugabe „Alte Kameraden“ zu dessen sichtlicher Überraschung von Ernst Kolling auf die Bühne gebeten um „seinen“ Musikverein zu dirigieren.

Nicht zuletzt durch die geschmackvolle Dekoration des Saales und der Bühne, sowie der Fotoshow mit Beamer und Leinwand wurde die Zeitreise zu einem sehens- und hörenswerten Erlebnis für Auge und Ohr.

Der Verein freut sich immer über neue Mitspieler, gerne auch Anfänger. Mehr Informationen hier.