Demo gegen Fluglärm am 19.02.2011

Auch aus Rheinhessen folgten zahlreiche Menschen dem Aufruf der Bürgerinitiativen zur Demonstration gegen Fluglärm. Unter dem Motto „Kein weiterer Fluglärm für unsere Region“ forderten Sie ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr und lärmärmere Start- und Landeverfahren, die den Abstand zwischen Flugzeug und Betroffenen drastisch vergrößern. Gerade diese Forderung richtet sich auch an unsere Landesregierung, die neben zahlreichen sinnvollen Ansätzen in Ihrem kürzlich vorgestellten Flugroutengutachten auch eine weitere Südverschiebung der Südumfliegung vorgeschlagen hat. Da schon heute über der längeren Route über Nierstein (MASIR kurz+nacht) alle startenden Flugzeuge bewusst niedrig gehalten werden, um unter dem nördlichen Gegenanflug hindurch zu fliegen, würde diese Südverschiebung den Lärm nur an anderer Stelle erzeugen, nicht aber reduzieren. Gerade Lörzweiler, Harxheim und Mommenheim wären dann durch vier Flugrouten permanent beschallt.

Südliche Verschiebung der Südumfliegung - So nicht

Sehr anschaulich formulierte Prof. Dr. Münzel die Folgen von Lärm. Blutdrucksteigerung im Schlaf auch ohne Aufwachreaktion sowie ein gestörtes Lernverhalten bei Kindern bis hin zu schweren Herz-Kreiserkrankungen und Krebs wurden angeführt.

Der Appell an die Verantwortlichen ist deutlich. Tausende fühlen sich gestört und erwarten ein striktes Vorgehen der Politik gegen die einseitige Fluglärmverschiebung durch Fraport und DFS nach Rheinhessen.

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