Armin Niemann am Steuer seines MAN-Traktors.

Unser schönes Rheinhessen ist die Heimat lauter toller Menschen. Viele sind hier geboren, andere sind zugereist und haben die malerische Region hier am Rhein in ihr Herz geschlossen. Einer davon ist Armin Niemann.

Wir-in-Rheinhessen: Die Niemanns kommen ja eigentlich aus Norddeutschland. Was hat Sie und Ihre Familie ins wunderschöne Rheinhessen und nach Mommenheim gebracht?

Armin Niemann: Die Arbeit. Ich hatte einen Job in Gustavsburg auf der Schiffswerft. Von da habe ich ein Haus für uns gesucht und das war ausgerechnet in Mommenheim.

Wir-in-Rheinhessen: Vermissen Sie als gelernter Schiffbauer nicht manchmal die See und große Schiffe?

Armin Niemann: Ich bin gelernter Maschinenbauer, daher ist das Schiff zweitrangig, aber vermissen tue ich den Bezug auch heute noch sehr.

Wir-in-Rheinhessen: Kommt vom Beruf her auch die Liebe für alte historische Traktoren, die Sie als einer der Traktorfreunde Rhein-Selz restaurieren? Was macht daran so viel Spaß?

Armin Niemann: Da ich schon lange Zeit nicht mehr manuell tätig bin, braucht man doch hin und wieder die Bestätigung, dass man noch nichts verlernt hat. Der Spaß besteht alleine darin das man zeigen kann, was man drauf hat, wenn die anderen dann das Teil bestaunen.

 

Enkel Phillip findet Traktoren toll und erst recht seinen Opa!

Wir-in-Rheinhessen: Was hält Enkel Phillip von diesem Hobby seines Opas? Hilft der bald beim Schrauben?

Armin Niemann: Ich habe ihn schon ein bisschen heiß gemacht, Opa und der Trecker sind ganz oben. Im Frühjahr werden wir erst den Werkzeugschrank einräumen und danach den von mir erworbenen Kindersitz auf den MAN aufbauen und dann ………….

Wir-in-Rheinhessen: Wenn jemand sich auch für das Restaurieren historischer Landmaschinen interessiert, welchen Tipp können Sie einem Anfänger für den Start geben?

Armin Niemann: Langsam anfangen und sich nicht überschätzen und evtl. einen erfahrenen Freund mit einbeziehen.

Wir-in-Rheinhessen: Wenn Sie nicht mit dem Schraubenschlüssel einem Traktor wieder auf die Beine helfen, dann sitzen Sie mit Trommelstöcken am Schlagzeug und sorgen in der Band Mom3 für den Rhythmus. Was bedeutet das Musik machen für Sie?

Armin Niemann: Man ist in einer anderen Welt. Wer selber Musik macht, der kann das verstehen!

Armin Niemann begannt mit 14 Jahren Schlagzeug zu spielen.

Wir-in-Rheinhessen: Seit wann machen Sie Musik und welche Art von Musik oder welche Epoche mögen Sie am liebsten?

Armin Niemann: Ich habe mit 14 Jahren angefangen, systematisch Schlagzeug zu lernen, das war so 1962 also Beatles Zeit, mehr braucht man sowieso nicht. Mit 16 habe ich in einer Band gespielt. Schadows, Beatles usw. war unsere Sache und wir waren bis 1968 gut bis sehr gut, eben in unserer Zeit. Da man das Musik machen ebenfalls nicht verlernt, hat sich aus einer Laune heraus Mom3 gegründet und es macht einfach nur Spaß.

Wir-in-Rheinhessen: Da wären die Traktoren und die Musik, aber da soll es auch noch ein ausgesprochen wohlschmeckendes Hobby geben?

Armin Niemann: Na Du meinst den  „Mommenheimer Club Kochender Männer„. Dem gehöre ich seit 25 Jahren an. Einmal im Monat so richtig schwelgen, natürlich selbst gemacht, das langt mir dann aber auch. Hier mal ein schöner Nachtisch von mir.

Marinierte Erdbeeren mit Orangencreme a la Niemann.