Landrat Claus Schick

Claus Schick ist als Politiker überall bekannt und vor allem durch sein Amt als Landrat des Kreises Mainz-Bingen eine durchaus „öffentliche“ Person. Grund genug für Wir-in-Rheinhessen, sich einmal mit dem Mensch und Privatmann Claus Schick zu unterhalten.

Wir-in-Rheinhessen: Sehr geehrter Herr Schick, Ihr Beruf als Landrat ist ja alles andere als ein 8-Stunden-Tag und fordert sehr viel Engagement und Zeit von Ihnen. Wie schalten Sie abends ab, wenn Sie nach Hause kommen?

Ich schalte ab, indem ich mich mit anderen Dingen zu Hause beschäftige. So gibt es auch zu Hause immer etwas zu tun, sei es derzeit der Neubau meines Sohnes oder meine Enkelin, mit der ich so viel Zeit verbringe, wie möglich. Außerdem lese ich ganz gerne und bin schließlich noch Vorsitzender des TUS Jugenheim. Auch dieses Ehrenamt macht viel Freude, kostet natürlich aber auch Zeit.

Wir-in-Rheinhessen: Wenn ein Fließbandarbeiter am Ende seiner Schicht die Stechuhr betätigt, dann bleibt die Arbeit im Werk. Können Sie die Politik und den Job außen vor lassen, wenn Sie Feierabend haben?

Irgendwie ist man immer Landrat, auch zu Hause. Und es kommt auch vor, dass Leute bei mir zu Hause anrufen oder klingeln und nicht den Privatmann Claus Schick, sondern den Landrat sprechen möchten. Außerdem stehen ja auch abends und am Wochenende immer wieder dienstliche Termine im Kalender. Das gehört einfach dazu.

Wir-in-Rheinhessen: Als Landrat sind Sie, wie Sie gerade sagten, auch oft an Wochenenden beruflich unterwegs und haben viele Termine. Bleibt da überhaupt noch Zeit für Freizeit und Hobbys? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Wie gesagt, ganz wichtig ist die Familie, die auch Rückhalt gibt. Ich lese gerne, fahre Fahrrad. Allzu viel Zeit bleibt nicht, aber umso mehr genießt man es dann.

Wir-in-Rheinhessen: Auf Ihrer Internetseite steht, dass eines Ihrer Hobbys das Lesen ist. Welche Bücher lesen Sie gerne und welches im Moment? Welches Buch würden Sie zur Lektüre empfehlen?

Ich lese gerne Romane mit geschichtlichem Hintergrund, aber auch Sachbücher wie aktuell Sarrazins „Deutschland schafft sich ab

Menschen in Rheinhessen: Landrat Claus Schick 1
oder Kirsten Heisig „Das Ende der Geduld„.

Wir-in-Rheinhessen: Auch ein Landrat braucht einmal Urlaub. Wohin reisen Sie, wenn Sie das Fernweh packt?

Dorthin wo es warm ist, sehr gerne auf die Kanarischen Inseln, nach Ägypten oder ich war beispielsweise aktuelle in Marokko. Aber auch, wenn man die Antwort von einem Landrat ja erwartet, sage ich ehrlich: Zu Hause bei uns in Rheinhessen gefällt es mir  immer noch am Besten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich mich zu Hause mit der Tageszeitung beim ausgiebigen Frühstück am besten entspanne.

Wir-in-Rheinhessen: Apropos Urlaub, wenn ein Tourist nach Rheinhessen kommt und Sie fragen würde, was er sich in Rheinhessen auf keinen Fall entgehen lassen sollte, was wäre ihr persönlicher Tipp?

Zunächst sollte sich der Gast bei der Rheinhessen-Touristik umfassend informieren und über die Rheinhessen-Touristik auch buchen. Gründe hier her zu kommen gibt es viele, aber zusammengefasst: Die Landschaft, der Wein und natürlich die Menschen machen unsere Region einzigartig. Und wer Rheinhessen wirklich erfahren möchte, sollte genau dies tun: Mit dem Fahrrad durch die Region wandern, Rast machen in einer der Straußwirtschaften oder Gutschänken mit Übernachtungsmöglichkeit und dort mit den Menschen in Kontakt kommen. Dadurch erfährt er alles, was Rheinhessen ausmacht.

Wir-in-Rheinhessen: Vom heutigen Standpunkt aus gesehen: Wenn Sie an den Punkt zurückkehren könnten, an dem Sie sich entschieden haben, in die Politik einzusteigen. Würden Sie es wieder tun? Was würden Sie vielleicht anders machen?

Nein, ich würde es genau so wieder tun. Ich war mit großer Freude 18 Jahre lang Ortsbürgermeister meiner Heimatgemeinde Jugenheim und bin auch nach nahezu 20 Jahren noch mit riesiger Begeisterung Landrat. Es macht mir jeden Tag wieder Spaß, in die Kreisverwaltung zu kommen und mit dabei zu helfen, unseren Landkreis und die Region weiter zu entwickeln und Ansprechpartner für die Menschen zu sein.

Wir-in-Rheinhessen: Ihre aktuelle Amtszeit endet am 31. Dezember 2017. Denken Sie ab und zu mal an die Zeit danach?

Nein, eigentlich nicht und es ist ja noch viel Zeit bis dahin.

Das Gespräch führte Andreas Lerg.