Donnerstag, Februar 4

Der DLRG Bezirk Rheinhessen gibt Tipps zur Sicherheit auf dem Eis

Wagen Sie sich nicht auf dünnes Eis, rät die DLRG. (Symbolfoto: stock.xchng)
Wagen Sie sich nicht auf dünnes Eis, rät die DLRG. (Symbolfoto: stock.xchng)

Früh hat der Winter in diesem Jahr auch in unserem schönen Rheinhessen Einzug gehalten und die Landschaft glänzt mit winterlichem Zauber. Und so manchen Zeitgenossen locken zugefrorene Baggerseen und Tümpel aufs Eis. Aber die aktuelle Wetterlage lässt derzeit nur auf wenigen Seen einen Eisspaziergang zu. In den meisten Gewässern ist die Eisdecke noch zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Rheinhessen rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen noch zu warten. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, aufklären.

Mindestens 15 Zentimeter!

Der wichtige Sicherheitshinweis der DLRG’ler lautet: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es als Richtwert mindestens 15 Zentimeter, bei fließenden Gewässern, wie Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein. Auf keinen Fall gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten!“

Die Rettungsschwimmer der DLRG in Deutschland leisten jährlich 150.000 Stunden ehrenamtlichen und unentgeltlichen Rettungsdienst im Winter und kennen die Tücken der eisigen Idylle. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf  Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten. Ein Handy sollte immer dabei sein, damit Hilfe herbei geholt werden kann, wenn etwas passiert. Und wer auf das Eis gehen will, der sollte zu Hause bescheid sagen, dass er das vor hat und wo.

Dickes Eis macht keinen Krach

Auch Laien können erkennen, ob das Eis noch gefährlich ist, denn das Eis sendet sozusagen Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Das Eis ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Klopft man mit einem Stock auf das Eis und hört einen deutlich wahrnehmnbaren sich durch das Eis ziehenden Ton, dann ist das Eis ebenfalls noch zu dünn. Dickes es macht keinen Krach. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage zurück in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Der Schnee isoliert das Eis, so dass es nicht schnell durchfriert, sondern dünner und instabieler bleibt. Eingewachsene Pflanzen bildern Bruchstellen. Besonders tückisch können auch Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Helfer müssen auf eigene Sicherheit achten

Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Ein umgedrehter Schlitten, ein langer Ast, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel. Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten. Der Verunglückte kann binnen Minuten unterkühlen, dann besteht Lebensgefahr. Helfer sollten bei der Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten und sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Weitere Hinweise zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.dlrg.de/rund-um-die-sicherheit/eisregeln.html

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Prima. es hat geklappt. :-)

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